Grace-Hopper-Gesamtschule Teltow
NAK Architekten

Schule ist heute längst nicht mehr nur Lernort, sondern auch Lebensraum. Besonders eindrucksvoll zeigt dies der Entwurf von NAK Architekten für den sternförmigen Neubau mit zentraler Halle der Grace-Hopper-Gesamtschule in Teltow, südlich von Berlin.

Adresse/Anfahrt

Grace-Hopper-Gesamtschule Teltow
Mahlower Str. 146
14513 Teltow
Anfahrt

Lernort mit Modellcharakter

Schule und Sporthalle sind in einem dreigeschossigen Baukörper zusammengefasst, wobei die Zweifachsporthalle eingegraben und als eingeschossiger Gebäudeteil mit dem Schulgebäude verbunden ist.

Das Raumprogramm folgt nicht den üblichen Strukturen, bei denen die Klassenräume den Flur entlang aufgereiht sind, sondern geht neue Wege und will damit auch überregional Vorbild für den Schulbau von morgen sein. Dem Clustergedanken folgend, gruppieren sich jeweils fünf Klassen- oder Fachräume von 80 m2 symmetrisch um ein Forum und bilden einen sternförmigen Grundriss. Der Raum ist so konzipiert, dass er als Erschließungs- und Pausenraum, vor allem aber als Kommunikationsort für Lern- und Projektarbeiten sowie Präsentationen genutzt werden kann.

Verschiebbare Stehtische und Bühnensysteme unterstützen die Multifunktionalität des Raumes. Fünf in den Baukörper eingeschnittene Lichthöfe gliedern den Grundriss und versorgen das Innere der Foren mit Tageslicht. Jeweils zwei Klassenräume pro Cluster können durch mobile Trennwände geteilt werden. Neben dieser großen Flexibilität überzeugt auch die Idee, Räume nicht auf eine Funktion festzulegen, sondern sie für unterschiedliche Nutzungen der insgesamt 870 Schüler:innen zu öffnen.

„Das Entwurfskonzept spiegelt den Idealfall des Schulbaus in Deutschland wider. Es wird Raum für moderne Unterrichtskonzepte geschaffen, für inklusive Bildung und eine sinnvolle Integration des Ganztagsbetriebs.“

Projektleiter:innen Verena Wiederholt und Martin Kranich

Projektleiter:innen Verena Wiederholt und Martin Kranich

NAK Architekten, Partner v. I. n. r. Tiemo Klumpp, Grant Kely, Arthur Numrich
Foto © Frank Röthel

Griffe, die Schule machen

Herzstück des fünfgeschossigen Schulbaus ist die zentrale Halle, die sich über die gesamte Gebäudehöhe erstreckt und alle Gebäudebereiche inklusive der Sporthalle erschließt. Mit ihrer hellen Holzkassettendecke, den geschwungenen Galerieebenen und der verbindenden Treppenfigur strahlt sie eine Modernität aus, die dem gesamten Schulkonzept zugrunde liegt. Im Erdgeschoss befindet sich neben der Mensa mit Küche, der Bibliothek, dem Selbstlernzentrum und den Fachräumen für Werken und Kunst mit hochspezialisierten Holzwerkstäten ein großer Veranstaltungssaal mit fester Bühne für 360 Personen.

Namensgeberin der Pionierschule ist die amerikanische Informatikerin und Computerpionierin Grace Hopper. Sie hate Ende der 1940er Jahre die Idee, Computerprogramme nicht nur in Einsen und Nullen, sondern in einer verständlichen Sprache zu schreiben. Mit ihrer Hilfe entstanden Programmiersprachen – Grace Hopper war maßgeblich an der Entwicklung der ersten Computer beteiligt. Ihr Name steht für ein digitales, kreatives und fächerübergreifendes Lernen sowie für eine Pädagogik, die auf Inklusion und Gleichberechtigung setzt.

Hochwertige Türdrücker und Fenstergriffe, die auch für den Schulbau zugelassen sind, fanden NAK Architekten bei FSB. Zum Einsatz kam die Serie FSB 1267, für die Türen wurde aufgrund der Anforderungen im Schulbau die Drückervariante FSB 1268 gewählt. Denn gerade in Schulgebäuden ist es wichtig, dass Kanten, Ecken und Haken von Einrichtungsgegenständen so gestaltet sind, dass sich Kinder nicht verletzen können. Die Griffe sind aus gestrahltem Aluminium, dunkelbronze eloxiert und verfügen über eine erhöhte Kratzfestigkeit.

© Philipp Jester

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Alessa Kaiser

Alessa Kaiser

Abteilungsleiterin Architektenberatung

kundenservice@fsb.de +49 5272 608200

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