Haus B

Fuchs, Wacker Architekten

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Modernes Wohnen mit Höhenstaffelung

Am Ende einer Sackgasse und mitten in der Natur haben Fuchs, Wacker Architekten ein modernes Wohnhaus komponiert, das mit seinem langgestreckten, schmalen Baukörper optimal die Gegebenheiten der starken Hanglage auf der einen Seite mit der Südlage und Sonne auf der anderen Seite verbindet. So öffnet sich das Haus nach hinten über mehrere Ebenen – vom Vorplatz über Garage und Hanggeschoss ins Erdgeschoss – den Hang hinab und offenbart eine „grandiose Aussicht“ über das angrenzende Biotop und Tübingen.

Die Wohnbereiche im Hanggeschoss und Erdgeschoss sind als offene Raumfolge konzipiert, zoniert durch Raumteiler mit verschiedenen Funktionen wie Küchenrückwand, Kaminwand und Einbaumöbel, die daneben und dadurch lange Sichtachsen gewähren. So entsteht ein Wohngefühl der Leichtigkeit und Offenheit – verstärkt durch die raumhohen Filigranverglasungen, die sich über die gesamte Gebäudelänge erstrecken. Fuchs, Wacker Architekten legen den Fokus auf hochwertige, zurückhaltende Oberflächen für ein zeitlos-elegantes Erscheinungsbild mit

minimalistischer Grundhaltung: Sichtbeton, Naturstein, Cortenstahl und Eichenholz bestimmen das Gesamtkonzept für Fassade, Innenraum, Möblierung und Außenanlage. Das Eichenparkett in den Wohnräumen zum Beispiel stammt von einer kleinen Fima aus Südtirol. Auch Funktionalität spielt eine wichtige Rolle: Einbaumöbel bestimmen als Teil der Architektur das Gesamtkonzept von Innen und Außen – mal mit versteckten Elementen wie einem ausklappbarem Gästebett oder Schränken und stets in sensibler Abstimmung mit der losen Möblierung.

Architekt und Objekt

Foto: ©Bernd Kammerer, Fuchs Wacker Architekten

„Wir fühlen uns verpflichtet, eine stimmige Gesamtkonzeption zu schaffen, die Gebäudehülle mit Innenraum, Möblierung und Außenanlage verbindet und gleichzeitig individuell auf Bauherrn, Bauaufgabe und Grundstück angepasst ist,“ erklärt Architekt Thomas Wacker.

Im Einklang mit Licht und Natur

In der Gebäudemitte verbinden ein Aufzug und eine filigrane Stahltreppe die verschiedenen Ebenen. Der zweigeschossig verglaste Atriumhof versorgt die hinteren Bereiche (Norden) mit Tageslicht und schafft einen fließenden Übergang zwischen Innen und Außen – die Begrünung des kleinen Innenhofs unterstreicht dies zusätzlich. Um den Lichthof herum gruppieren sich die Wohnbereiche. Im Osten befindet sich der Schlaftrakt, mit eigener Loggia und Blick in das dichte Grün, das zugleich Sichtschutz zum Nachbarn ist.

Die Küche und der Essbereich sind nach Westen hin ausgerichtet, so sorgt die warme Abendsonne für das passende Ambiente; in doppelter Hinsicht wohl überlegt, denn hier schließt direkt die große Holzterrasse mit eingelassenem Pool an. Ein filigranes Vordach spannt sich als Sonnenschutz über die gesamte Gebäudelänge. Große Hoch-Pflanzbeete aus Cortenstahl strukturieren den Terrassenbereich, während Mauer- und Sitzbankelemente aus Sichtbeton eine klare Grenze zum dahinterliegenden Lavendelfeld bilden. Eingerahmt wird das moderne Ensemble aus Architektur und Außenanlage von dem alten Baumbestand, der vollständig erhalten werden konnte.

Modern ist auch die Technik. Über ein BUS-System werden Gebäude (Heizung, Klima, Wohnraumlüftung, Verschattung u.a.) und Licht intuitiv gesteuert. In den offenen Wohnbereichen sorgen Akustikdecken für den guten Ton und auf dem begrünten Flachdach wurden Solarkollektoren angebracht. Funktionalität und Qualität spiegeln sich auch in der Wahl der Beschläge wider: bei den Tür- und Fenstergriffen entschieden sich die Architekten für das Modell FSB 1004, dessen klares Design auf dem Entwurf von David Chipperfield basiert und der sich nahtlos in die moderne Formensprache einfügt.

Objektdetails

Fotos: ©Patricia Parinejad, Fuchs Wacker Architekten