Erzabtei Sankt Peter, Salzburg

sps architekten zt gmbh

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Ein Stift im barocken Salzburg

Mit ihrer gut erhaltenen barocken Bausubstanz ist die Altstadt von Salzburg seit 1997 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Inmitten der von Sehenswürdigkeiten und Touristenströmen geprägten Altstadt liegt ein Ort der Ruhe und Konzentration. Seit seiner Gründung im Jahr 696 nach Christus gelten Kirche und Kloster des Stifts St Peter als Herz der Stadt Salzburg. Mit seiner Architektur und seinen wertvollen Kunstschätzen ist die Klosteranlage zwar Teil der vielen touristischen Attraktionen, aber hinter den Mauern, für die Öffentlichkeit unzugänglich, liegt seit 1300 Jahren ein geistliches Zentrum, in dem Mönche einem Gott gewidmeten Leben nachgehen.

Unter der Leitung der Architekten des Büros sps architekten zt gmbh aus Thalgau im Umland von Salzburg wurden die Gebäude von St Peter einer Sanierung und Restaurierung unterzogen. Teil der Arbeiten war auch der, mit dem denkmalgeschützten Charakter des Ensembles verträgliche, Einbau eines Aufzugs an der Schnittstelle zwischen dem weltlich genutzten und dem sakralen Bereichen des Stifts. Mit acht Stationen und als Durchlader konzipiert, steht der Lift als freie Stahlkonstruktion im innenliegenden Arkadenhof des Klosters. Verkleidet wurde er mit Messing-Lochplatten. Inspiriert vom prächtigen Ginkgobaum im Klostergarten gestaltete der Künstler Willi Scherüpbl diese mit einem Ginkgo-Motiv, das sich als verbindendes Element auch in anderen architektonischen Eingriffen wiederfindet.

Unter dem Arkadenhof fließt der Almkanal. Der im 12. Jahrhundert vom Stift St Peter in den Mönchsberg gegrabene Stiftsarmstollen gilt als ältester mittelalterlicher Wasserstollen Mitteleuropas und diente der Versorgung Salzburgs mit Nutz-, Trink- und Löschwasser sowie zum Betrieb der Mühlen. Auch heute noch dient der Almkanal der Energiegewinnung, hat aber vor allem als Erholungsraum und Kulturdenkmal Bedeutung. So wurde der unter dem Arkadenhof von St Peter hindurchfließende Almkanal im Rahmen der Restaurierungsarbeiten in Teilen geöffnet und ist dort nun in „Schauöffnungen“ erlebbar. Auch das im Laufe der Arbeiten zum Vorschein gekommene historische Flusssteinplaster wurde teils sichtbar belassen.

Architekt und Objekt

Foto: © Susi Graf

„Für uns stand neben der optischen Qualität des Modells vor allem auch das angenehme Gefühl in der Hand im Vordergrund. Der Griff ist quasi ein Handschmeichler,“ so die Architekten zu ihrer Entscheidung für Modell FSB 1106.

Alte Substanz und natürliche Materialien

Teil der architektonischen Maßnahmen waren auch die Innenräume von St Peter. So wurden beispielsweise die Räumlichkeiten der Stiftsmusik neu gestaltet. Das Notenarchiv konnte ins Haus integriert werden. Das Büro des Erzabtes wurde neu gestaltet. Die neuen Möbel stammen ebenfalls aus der Feder von sps architekten zt gmbh. Gefertigt wurden sie in Teilen in der stiftseigenen Tischlerei. Im Büro von Erzabt Korbinian Birnbacher OSB prägen nun auch die von den Architekten entworfenen Beleuchtungsstelen die Ästhetik des Raums. Ein eigens für das Kloster entwickeltes Beleuchtungskonzept zieht sich durch das gesamte Ensemble und sorgt für neue Ordnung und Gliederung der Innenräume. Dabei setzt es die historische Bausubstanz subtil in Szene.

Die Architekten haben sich bei allen Umbau-Maßnahmen wesentlich auf den Einsatz natürlicher Materialien konzentriert und auf chemische Oberflächenbehandlungen wie Lackierungen verzichtet. Besonders ins Auge fallen dabei die Böden in Marmor und Holz, die nur geölten Eichentüren und Möbel in Eichen- und Eschenholz und die fein darauf abgestimmten Beschläge in patiniertem Messing oder Bronze. Selbstverständlich wurde darauf geachtet, die historischen Bauelemente behutsam zu restaurieren. Auch römische Bausubstanz kam bei den Arbeiten zu Tage.

Für die Architekten kam im Fall der Salzburger Erzabtei mit ihrer mehr als tausendjährigen Geschichte nur ein Griffmodell in Frage, das eine gewisse Zeitlosigkeit ausstrahlt, gefertigt in einem qualitätvollen Material, das über die Zeit Patina ansetzt. So entschied man sich für das FSB-Modell 1106, das in bündiger Ausführung mit Rundrosette in hell patinierter, gewachster Bronze verbaut wurde. Es findet sowohl als Türdrückergarnitur wie auch als einfacher WC-Beschlag Anwendung in den Räumlichkeiten der Abtei. Neben der optischen Qualität des Modells, stand vor allem auch das angenehme Gefühl in der Hand im Vordergrund. Der Griff sei für sie „quasi ein Handschmeichler“.

Objektdetails

Fotos: © Stefan Zenzmaier und sps÷Architekten zt gmbh

Standort

Erzabtei Sankt Peter

Sankt-Peter-Bezirk 1
5020 Salzburg
Österreich

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