Kö-Bogen II Düsseldorf

ingenhoven architects

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Nachhaltige Architektur für Düsseldorfs Zentrum

Es gibt Architektur, die Fläche bebaut, dabei trotzdem Lebensraum schafft und mehr noch: die eine ernstzunehmende Strategie aufzeigt, wie man dem Klimawandel in Städten, zum Beispiel extremen Hitzewellen, begegnen kann. Der Kö-Bogen II von ingenhoven architects verfügt über die aktuell größte Grünfassade Europas – acht Kilometer Hainbuchenhecke ummanteln das Dach in 27 Meter Höhe und zwei Fassaden-Seiten des Hauptgebäudes am Gustav-Gründgens-Platz. Die rund 27 Meter hohe und 120 Meter lange Fassade entlang der Schadowstraße hingegen ist verglast. Lamellen aus Streckmetall strukturieren hier das Innenleben und variieren in ihrer Transparenz von geschlossen zu offen, je nach Perspektive.

Christoph Ingenhoven lieferte bereits seit 1992 immer wieder Impulse zur Neukonzeption des Zentrums seiner Heimatstadt. Mit der Fertigstellung des Kö-Bogens II findet das größte städtebauliche Reparaturprojekt Düsseldorfs seinen erfolgreichen Abschluss. Wichtige Meilensteine dieses Prozesses bilden der 2013 realisierte Kö-Bogen von Daniel Libeskind, sowie der Abriss der Hochstraße „Tausendfüssler“ im selben Jahr. Das Verschwinden der Hochautostraße veränderte den Raumeindruck so stark, dass der Wettbewerb für den Kö-Bogen II neu entschieden wurde – zugunsten des Entwurfs von ingenhoven architects.

Die besondere Kubatur des neuen zweiteiligen Büro- und Geschäftshauses mit insgesamt knapp 41.000 Quadratmetern Fläche für Einzelhandel, Gastronomie und Büros ist das Ergebnis der städtebaulichen Situation. Die abgeschrägten grünen Fassade des fünfgeschossigen, trapezförmigen Hauptgebäudes bilden zusammen mit dem begrünten Schrägdach des kleineren, dreiecksförmigen Gebäudes einen dynamischen Zugang zum Gustaf-Gründgens-Platz. Nähert man sich von der Schadowstraße oder der Berliner Allee, erhält man freien Blick auf das denkmalgeschützte Nachkriegs-Duo Dreischeibenhaus (1960, HPP Architekten) und das Schauspielhaus (1970, Bernhard Pfau, saniert durch ingenhoven architects) sowie den dahinterliegenden Hofgarten.

Architekt und Objekt

Foto: © Jim Rakete

Im neuen, grünen Zentrum Düsseldorfs verbinden sich drei architektonische Haltungen zu einem städtischen Gefüge: „die klare Strenge des Dreischeibenhauses“, „die beschwingte Leichtigkeit des Schauspielhauses“ und die dynamischen Grünfassaden des Kö-Bogen II. Allesamt Statements ihrer jeweiligen Zeit, ohne dabei in Konkurrenz zueinander zu treten.

Der Stadt so viel Grün zurückgeben wie möglich

Auf dem Schrägdach des dreieckigen Gebäudes befindet sich eine begehbare Rasenfläche – eine Liegewiese, die einen weiteren Beitrag zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität und des gesellschaftlichen Nutzens in der neuen Mitte liefert. Nachhaltigkeit und Architektur gehören für Christoph Ingenhoven schon lange zusammen. Mit supergreen® fasst er seine Haltung zusammen – ein ganzheitliches System an Erkenntnissen und Ansprüchen, das sich permanent weiterentwickelt Eines der zentralen Themen ist dabei der Gedanke, der Stadt so viel Grün zurückzugeben, wie möglich.

Mit seiner grünen Fassade entwirft der Kö-Bogen II eine mögliche „zeitgenössische Antwort der Städte auf den Klimawandel“. Die Fassadenvegetation besteht aus 30.000 Hainbuchenpflanzen. Sie funktioniert als natürlicher Kältespeicher und reduziert so den innerstädtischen Wärmeeffekt, speichert Regenwasser und schließt damit eine Lücke im Wasserkreislauf, bindet Kohlendioxid und Staub, unterstützt die Biodiversität und stärkt das allgemeine menschliche Wohlbefinden. Das ingenhoven architects auch bei der Wahl der Beschläge auf ein nachhaltiges, deutsches Qualitätsprodukt gesetzt haben, ist nur konsequent.

FSB-Produkte sind nach den strengen Regeln der ISO 14025/DGNB zertifiziert und für derartige Projekte prädestiniert. Zum Einsatz kam hier der eigens von Christoph Ingenhoven entworfene Griff 1078 und die geschlossene Ausführung 1088. Das Design bezieht seine Grundidee aus einem Griff-Klassiker von Robert Mallet-Stevens, der als Modell 1076 im Programm von FSB zu finden ist. Ingenhoven interpretiert das sogenannte „Frankfurter Modell“ neu, indem er Gehrung und Handhabe in ihrer Form variiert. Besonders reizvoll ist der Übergang von der runden Form des Drückerhalses hin zur flach geformten Handhabe gelöst.

Objektdetails

Fotos: © Hans Georg Esch

Standort

Kö-Bogen II Düsseldorf

Schadowstraße 42-52,
40212 Düsseldorf
Deutschland

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