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FSB auf einen Griff

Im Fokus

Architekturbiennale 2018: Schweizer Pavillon

Absurdes Architekturtheater

Die Entscheidung der Jury war umstritten: Der Goldene Löwe für den besten Länderbeitrag der Architekturbiennale 2018 geht an die Ausstellung „Svizzera 240: House Tour“ im Schweizer Pavillon. Bloß unterhaltsamer Event und sonst nichts, tönte es. Unterhaltsam ist der Auftritt zweifellos, aber wer möchte, kann die Zimmerflucht in den Giardini auch als pointierte Kritik an der zeitgenössischen Schweizer Architektur verstehen.

Wer mag schon Wohnungsbesichtigungen? Interessenten werden eilig durch leere Räume geschleust und sollen binnen weniger Augenblicke rausfinden, ob diese Immobilie nun wirklich die richtige ist.

Meistens fühlt sie sich ziemlich falsch an. Sie ist zu klein oder zu groß, zu teuer, zu dunkel, zu laut, schlecht gelegen oder einfach irgendwie nicht passend. Der Nächste, bitte! Dieses Gefühl des Nicht-Passens schafft auch die preisgekrönte Ausstellung „Svizzera 240: House Tour“ im Schweizer Pavillon, und zwar ganz buchstäblich.

Das vierköpfige Kuratorenteam schickt die Besucher auf eine Tour durch typische Neubau-Wohnräume – nachgebaut zwar, aber voll ausgestattet mit Einbauküchen, Sockelleisten und Lichtschaltern.

Die Wände sind weiß, auf dem Boden liegt Parkett. Trotzdem passt hier gar nichts, denn Alessandro Bosshard, Li Tavor, Matthew van der Ploeg und Ani Vihervaara von der ETH Zürich ist bei der Planung der Maßstab verrutscht. Die Türen sind entweder groß wie Garagentore oder so winzig, dass die Besucher sie bloß gebückt passieren können. Mancher Lichtschalter ist lediglich auf Zehenspitzen zu bedienen. In der einen Einbauküche kämen Zwerge gut zurecht, die andere dürfte eher Riesen gefallen. Menschen im Normalformat allerdings, die sind fehl am Platz im Schweizer Pavillon.

Neuigkeiten von FSB

Architekturbiennale 2018: Beitrag des Vatikan

Frischer Wind aus Rom

Mehr als 150 Sakralbauten gibt es in Venedig – und zur Biennale sind elf weitere hinzugekommen. Erstmals ist der Vatikan dieses Jahr mit einem Beitrag beim größten Architekturevent der Welt vertreten und ließ dafür Architekten von Weltruf die „Vatican Chapels“ auf der Insel San Giorgio Maggiore errichten. In der idyllischen, zwei Hektar großen Waldoase mit uraltem Baumbestand und Ausblicken auf die Lagune reflektieren sie die Frage, wie die Kapelle des 21. Jahrhunderts aussehen könnte. Denn, so sagt der päpstliche Kulturbeauftragte Kardinal Gianfranco Ravasi, Entwürfe für Sakralarchitektur würden zu oft bereits Bekanntes kopieren.

Architekturbiennale 2018: Britischer Pavillon

Adam Caruso im Interview

Splendid Isolation? Im Gegenteil: Großbritannien präsentiert sich zur diesjährigen Architekturbiennale in Venedig als offenes, großzügiges Land. Dank des Kuratorenteams um den Künstler Marcus Taylor und die beiden Architekten Adam Caruso und Peter St John, die unter dem Titel „Island“ den Pavillon eingerüstet und leergeräumt haben. Weitblick verschafft eine Plattform auf dem Dach. Wir haben Caruso in Venedig getroffen und über extreme Zeiten, die Wirkung von Fassaden und Post-Bauhaus in Deutschland gesprochen.

Die Schweizer Baumuster-Centrale Zürich

Vom Be-Greifen der Dinge

Das historische „Weberhaus“ im Zürcher Stadtkreis 4: Hier residiert die Schweizer Baumuster-Centrale, kurz SBCZ. Über zwei Geschosse verteilt findet der Besucher Materialmuster, Exponate und Konstruktionssysteme. Es darf gestöbert, angefasst und entdeckt werden; damit bietet die Baustoffsammlung eine inspirierende Fundgrube für Architekten und Planer. Und das schon seit über achtzig Jahren. Wir werfen einen Blick zurück und stellen die alteingesessene Zürcher Institution vor – seit vergangenem Jahr gehören auch FSB-Produkte zum Programm.

Architekturbiennale 2018: Deutscher Pavillon

Von Teilung und Heilung

„Unbuilding Walls“ lautet das Thema des deutschen Beitrags auf der diesjährigen Architekturbiennale in Venedig – und beim Betreten des Pavillons empfängt die Besucher eine dunkle, hohe Mauer, die an den Eisernen Vorhang erinnert. Seit 28 Jahren ist Deutschland wieder vereint, exakt so lange, wie die Mauer (von 1961 bis 1989) bestand. Graft-Gründer Thomas Willemeit, Wolfram Putz und Lars Krückeberg nehmen gemeinsam mit Marianne Birthler, der ehemaligen Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, diese Zeitengleiche zum Anlass, im Pavillon die Auswirkungen der Teilung und den Prozess der Heilung als dynamisches räumliches Phänomen zu untersuchen.

FSB lädt ein

BDA und FSB laden ein: DIESTE URUGUAY

Ein Dokumentarfilm von Heinz Emigholz

24.09.2018
Schloßtheater (Cineplex)
Melcherstraße 81
48149 Münster

Security Messe 2018 Essen

Die Weltleitmesse für Sicherheit

25.09.–28.09.2018
Halle 3, Stand 3G139
Messegelände Essen