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Cinnamon Tower, Hamburg

BOLLES+WILSON

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Wohnturm der Superlative

Die Architekten um Prof. Julia Bolles-Wilson und Peter Wilson vom Münsteraner Büro BOLLES+WILSON können sehr schön klein bauen. Wie beispielsweise in Tokyo in dem wundervoll kreativen und wirklich beachtlich kleinen Beton-Haus (mit Platz für alles), das sie Anfang der Neunziger Jahre für Herrn Suzuki entworfen haben. Oder dem Wohnhaus Haus P, 2012 in Münster gebaut, das ganz offiziell dem Konzept „small is beautiful (+energy efficient)“ folgt. In der brandheißen Hamburger Hafencity ist „klein“ ein Konzept, das ganz offensichtlich noch keine Hochkonjunktur hat. Das in seinen Details fast wahnwitzig aufwendige Bauprojekt der kürzlich fertiggestellten Elbphilharmonie ist ein Beispiel dafür. Der entstehende Überseeboulevard mit seinen hochpreisigen Geschäften, Hotels und Restaurants ein noch deutlicheres. Das 8 Hektar und 16 Gebäude umfassende Überseequartier ist definitiv kein Kiez für kleine Leute.

Inmitten „sechsgeschossiger, skulpturaler Blöcke“ steht dort, als einziges aus den alten Hafenzeiten übriggebliebenes Gebäude, das denkmalgeschützte Alte Hafenamt. Heute nobles Hotel bildet es gemeinsam mit einem Ausstellungs- und Marketingpavillon und dem Cinnamon Turm ein Ensemble, das vom Büro BOLLES+WILSON gestaltet wurde. Direkt am Wasser zwischen Überseeboulevard und Osakaallee gelegen ist der Cinnamon Turm ein Wohnhaus für reiche Menschen. Mit 65 Metern Höhe und 14 Etagen beherbergt er 10 Wohnungen. Die Apartments haben Größen zwischen 130 und 300 m², der durchschnittliche Quadratmeterpreis liegt angeblich bei 9.500€. Die Vorzüge der Wohnungen können seine Vermarkter kaum mehr in Worte fassen: „Wenn Superlative nicht mehr reichen“, wohnt man auf den 300m² der drei obersten Etagen, Etage 12 bis 14 des Cinnamon Turms.

Ein weiterer O-Ton aus Maklerreihen lautet: „Was unübertrefflich scheint, wird übertroffen durch den puren Luxus“: Eigener Wellness- und Fitnessbereich, Loggia-Terrasse, Dachgarten, Whirlpool, Sauna – und alles und jederzeit mit Blick über die Hamburger City oder den beeindruckenden Hafen.

Ein Hafen ist Ort der Verknüpfung mit der ganzen Welt und kann einem so den Blick öffnen für deren Vielfältigkeit. Aber vor den Fenstern des Cinnamon Turms liegt für dessen Betreiber immer nur eine Welt, in der die Wünsche der Bewohner wahr werden. Auch in den Wohnungen bleibt natürlich „kein Wunsch offen“. Dafür gesorgt hat die renommierte Innendesignerin Ulrike Krages, die jede der Eigentumswohnungen in ein luxuriöses Unikat verwandelt hat.

Philosophie Architekten

Foto: Thomas Rabsch

Für BOLLES+WILSON ist Architektur eine Symbiose von Konzeptuellem und Pragmatischem, von Alltäglichem und Außergewöhnlichem, von radikal unterschiedlichen Maßstäben des Städtebaus, der Gebäude, ihres unmittelbaren Kontextes, ihrer räumlich ausbalancierten Innenräume und der Objekte, die sie nicht nur als nützlich sondern komfortabel zeigen.

Deutscher Fassadenpreis 2015

Im exklusiven Wohnambiente glänzen auch die Beschläge durch Hochwertigkeit. Die Architekten von BOLLES+WILSON haben sich hier für FSB-Griffe entschieden, weil sie nicht nur hochwertig, sondern zudem „zeitlos, technisch ausgereift und variantenreich“ sind. Fenster- und Türgriffe wurden sowohl für die privaten Wohnräume als auch für die Treppenhäuser benötigt. In jedem Fall sollten sie sich dem übrigen Ausbau zurückhaltend und passend unterordnen. So wurden die FSB-Fenstergriffe(34 1023) und die Beschläge für die Wohnraumtüren (76 1023) in dem Material Aluminium schwarz pulverbeschichtet. Die Edelstahl-Beschläge für die Treppenhaustüren (73 7577 05010) wurden hingegen matt schwarz PVD-beschichtet.

Seine schönsten Seiten behält der Turm aber nicht seinen Bewohnern vor, sondern lässt sie weithin in der Stadt sehen. Nicht ohne Grund sind die Architekten für sein Äußeres im Rahmen des Deutschen Fassadenpreises 2015 ausgezeichnet worden. Die aus eloxierten Aluminiumpaneelen in unterschiedlichen Formen, Größen und Rot-braun-Nuancierungen bestehende Fassade ist ein Kunstwerk, das manchen an Paul Klee oder die Wiener Moderne erinnert und einen hervorragenden Anschluss an die umgebende Bebauung schafft – vor allem anderen natürlich an das backsteinerne Alte Hafenamt. Durch den Zusammenhang der Farben ist der Kontrast zwischen Alt und Neu aufregend und selbstverständlich zugleich. Besondere Eleganz und Modernität verleiht dem Gebäude seine schlanke Silhouette, die sich nach oben hin leicht verjüngt, indem die Südfassade des Turms ab dem 8. Stock geneigt wurde. Ein sehr besonderes, fast skulpturales „Antlitz“ verleihen dem Turm die vielfältigen in den Baukörper eingeschnittenen Loggien und Balkone.

Der Name des Turms klingt up-to-date und Cinnamon passt natürlich gut zum rotbraunen Mantel des Gebäudes. Schaut man sich in der näheren Umgebung des neugebauten Turms um, heißen die anderen Gebäude Linnen, Silk oder Palisander. Und man stellt fest, es geht gar nicht um Farben bei den Benennungen, sondern um Handelswaren, die in eine fernere Zeit weisen. Die Straßen und Plätze in der Hafencity heißen folgerichtig Magellan- und Marco-Polo-Terrassen oder Am Kaiserkai. Gebäude mit Namen wie Java, Virginia, Ceylon und Sumatra verweisen auf europäische Kolonien in Amerika und Afrika. Der neu erschaffene Stadtteil fröhnt geradezu der Erinnerung an die Kolonialgeschichte. Mit einem Manko: Namen, die darauf hindeuten, dass es in dieser Geschichte des Hamburger Reichtums auch „Benachteiligte“ gab sucht man vergebens. Der rotbraune Zimt ist also nur eine Ware aus einer ehemals exotischen Welt und wenige Ecken weg vom Cinnamon Turm wird mit dem Vasco da Gama-Platz dem Mann gedacht, der den Zimt 1502 nach Europa brachte.

Objektdetails

Fotos: Cordelia Ewerth, Christian Richters, Mitja Schneehage

Standort

Cinnamon Tower

Osakaallee 10
20457 Hamburg
Deutschland

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