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Wohnbebauung Altenbekener Damm, Hannover

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Neues Leben im Backsteinviertel

In den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts erbaut, trägt das Viertel um den Altenbekener Damm in der Südstadt von Hannover den Beinamen „Backsteinviertel“. Noch vor einigen Jahren sahen viele keine Zukunft für das südlich der Innenstadt gelegene Viertel, das sich heute mit seinen vielen Schulen und der grünen Lage am See zu einem besonders lebenswerten Ort in der Großstadt entwickelt. Das Baugrundstück zwischen Altenbekener Damm im Süden und Siemensstraße im Norden verjüngt sich in Richtung Westen, wo der Altenbekener Damm nur eine Straßenecke weiter auf das Ufer des Maschsees trifft. Beste Wohnlage also, in der Hannoveraner Südstadt, wo die Architekten des Büros gruppeomp, mit Standorten in Rastede, Bremen und Hannover, für den Bauherren Gundlach Bauträger eine Wohnbebauung mit 72 Einheiten entwickelt haben.

Im Vorgängerbau, einem Sichtbetongebäude der Sechziger Jahre, hatte die Bundesagentur für Arbeit ihren Sitz. Im Jahr 2013 wurde das Scheibengebäude abgerissen, um für die heutige Wohnnutzung Platz zu machen. Neben Eigentums- und gehobenen Mietwohnungen, sind hier nun auch acht geförderte Wohnungen entstanden. Aus dem seinerzeit eingeladenen Architektur-Wettbewerb gingen gruppeomp als Sieger hervor. Der Vorschlag: „Ausgehend von der überwiegend blockartig strukturierten Südstädter Bebauung das letzte neu zu besetzende Grundstück Richtung Maschsee am Altenbekener Damm ebenfalls durch eine Blockrandbebauung zu überplanen“, so die Jury zu ihrer damaligen Auswahl.

In ihrer Formgebung nimmt die Neubebauung in beliebter und gehobener Wohnlage der Hannoveraner Südstadt die typischen Staffelgiebel der norddeutschen Backsteinarchitektur auf.

„Vom Rudolf-von-Bennigsen-Ufer Richtung Osten wird die Südstadt durch das Giebelmotiv der südwestlichen Blockecke städtebaulich geschickt annonciert“, so interpretierte die Wettbewerbsjury den Entwurf. Auch die unterschiedlichen Höhenentwicklungen innerhalb des Blocks antworten gekonnt auf die bestehende Bebauung in der Umgebung. So wendet sich der Bau mit fünf Geschossen in Richtung Altenbekener Damm und bleibt an der Siemensstraße hingegen viergeschossig und reagiert so auf die dortige Reihenhausbebauung.

Architekt und Objekt

Sven Martens, Oliver Platz und Oliver Ohlenbusch
Foto: @Caspar Sessler

„Mit bewusst gewählten Baustoffen, wie Holzrahmenfenster, Torfbrandklinker, Keramikfliesen, Kratzputz, soll das Gebäude auch im Material einen Neubau mit Altbauqualitäten widerspiegeln“, erläutern die Architekten ihr Vorgehen.

Neubau mit Altbauqualitäten

Nimmt auf zurückhaltende und moderne Weise Raumsysteme wie auch Materialien und Formen des Stadtviertels auf. Die entstandene Blockrandbebauung umschließt einen großzügigen Innenhof, den die Landschaftsarchitekten Iad + Diekmann gestaltet haben. Vorbild ist der hannoversche Hof, um den herum sich das städtische Wohnen organisiert. Weite und hohe Öffnungen schließen den Hof an die umgebende Stadt an und machen ihn geschlossen und durchlässig zugleich. Als Mischung aus privater und öffentlicher Fläche bietet er Aufenthaltsflächen, aber auch Gärten für die Bewohner. Auch mit seinem Materialkanon – Holzfenster, Torfbrandklinker, Keramikfliesen, Kratzputz – schließt der Bau bewusst an den Bestand an und verknüpft das Wohnen im Neubau mit den Qualitäten eines Altbaus.

Angelehnt an die prägnanten Klinkerfassaden der Südstadt entwickelten die Architekten eine zurückhaltende, aber differenziert ausformulierte Klinkerfassade. Unterschiedlich gesetzte Faschen und präzise gesetzte Blindfenster verleihen der Außenhaut des Gebäudes eine gewisse Reliefierung und beziehen es so zusätzlich auf prägende Backsteingebäude der Umgebung, wie beispielsweise das benachbarte ehemalige Landesarbeitsgericht. Zum Innenhof hin wurden die Fassaden verputzt. Mit den zurückgesetzten Fenstern erhält die Fassade ihre Tiefe. Als zweite Ebene der Fassade sorgen die großflächigen Verglasungen gleichzeitig für lichtgeflutete Räume im Inneren. Dort prägen flexible Grundrisse den Wohnraum. Maßgeblich gegliedert nur durch die kompakten Treppenhäuser bieten sie Raum für unterschiedlichste Wohnkonzepte.

Das gute Design und die gute Haptik der Griffe, aber auch die stets gute Erfahrung mit der Marke, hat die Architekten zu FSB-Produkten greifen lassen. Die ausgewählten Griffe schätzen sie aufgrund ihrer Langlebigkeit hinsichtlich Formensprache, Material wie auch Qualität. Für die Treppenhäuser wurde der von Hans Kollhoff entworfene Griff FSB 10 1163 ausgesucht und in Bronze mit ovaler Rosette verbaut. Die Außentüren tragen außen die Rundrohr-Stoßgriffe FSB 66 6522, innen wiederum den Kollhoff-Griff in seiner gekröpften Variante FSB 79 1164 mit flächenbündiger Rosette FSB 17 1735. Die Wohnungseingangstüren tragen außen Knopfdrücker (FSB 08 0802) mit Langschild-Schutzbeschlag (FSB 73 7375), ebenfalls in hell patinierter gewachster Bronze.

Objektdetails

Fotos: @Caspar Sessler

Standort

Wohnen am Maschsee

Altenbekener Damm 82
30173 Hannover

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