Neudenker und neugedachte Klassiker

Mut zur Perfektion

Mit Mut werden große Geschichten geschrieben

Als heimliche Helden unter den Gestaltungselementen sind Türdrücker wichtiger Bestandteil eines jeden Bauprojektes – und werden doch oftmals unterschätzt. Seit jeher bringen Architektur wie auch Design Produkte und Gestaltungsprinzipien hervor, die bis heute nichts von ihrer damaligen Aktualität verloren haben und berechtigterweise als Klassiker bezeichnet werden. Vergangene Gestaltungsströmungen inspirieren immer wieder zu Entwürfen, die der damaligen Philosophie

entsprechen – FSB spricht bei diesen Modellen im Portfolio vom Re-Design oder vom „Neugedachten Klassiker“. Angezogen von dem Mut zur Perfektion entwickeln renommierte Architekten und Designer ihre persönlichen Idealvorstellungen eines Türdrückers, der in Form und Gebrauch die gestalterische Haltung seines jeweiligen Entwerfers widerspiegelt.

In der folgenden Lektüre legen wir Ihnen die neugedachten Klassiker ans Herz – und in die Hand.

Gerne stehen wir Ihnen zur Beratung über die neugedachten Klassiker zur Verfügung.

Wenn Klassiker zu Klassikern inspirieren

© Benjamin McMahon

David Chipperfield kam auf FSB zu, um ein eigenes Griffprogramm zu entwerfen. Das Projekt begann mit einigen Herausforderungen, die auf die Geometrie des Türdrückers und den Drückeransatz zurückzuführen waren. Doch Chipperfield fand alsbald die Lösung, den Türdrücker von der Verkröpfung her zu denken. Er nahm Bleistift und Papier und zeichnete. Das Ergebnis war die Verkröpfung, die wir heute bei seinem U-förmigen Rahmentürdrücker nachvollziehen können.

Alessandro Mendini

Alessandro Mendini schuf mit FSB 1102 ein Re-Design des legendären Türdrückers von Walter Gropius und Adolf Meyer. Mendini war einer der bedeutendsten Repräsentanten der Postmoderne und Mitglied der Designergruppe „Memphis“. In den frühen 1990er Jahren wurde eine limitierte, nummerierte und vom Maestro signierte Auflage mit bunten Handhaben zu schnell vergriffenen Sammlerstücken. Alessandro Mendini lebt weiter im Herzen und an der Tür.

© Elena Mahugo

Jasper Morrisons Entwürfe sind formal auf das Wesentliche reduziert und dennoch nicht kühl minimalistisch. Er verleiht seinen Objekten dauerhafte Relevanz jenseits von Moden und Trends. Zu seiner Entwurfshaltung, für die er den Begriff „Super Normal“ geprägt hat, fand er nicht zuletzt über eine Kollaboration mit FSB. Morrison ist Ende der 1980er Jahre gerade einmal Anfang dreißig, als er seinen ersten Auftrag aus der Industrie in die Hand nimmt: FSB 1144.

Ludwig Wittgenstein

Ende der 1980er Jahre schlug uns der legendäre Grafikdesigner Otl Aicher einen stilisierten Griff als neues Firmenlogo vor. Kurz darauf machte Alessandro Mendini darauf aufmerksam, dass dieser geniale Vorschlag einem Türdrücker gleiche, den Ludwig Wittgenstein für das Haus seiner Schwester entworfen habe. Aicher reagierte verschmitzt und vieldeutig: „Nun haben wir für Sie einen Hausphilosophen.“ Auf die Wittgenstein-Klinke geht auch FSB 1147 zurück.

© Massimiliano Ammatuna

Mit FSB 1163 entwickelte Hans Kollhoff für seine Projekte einen Türdrücker, der auf das Gestaltungsvokabular der 1930er Jahre zurückgreift: Damals erdachte Ludwig Mies van der Rohe für die Berliner Bronzefabrik S.A. Loevy eine Türklinke, bei der sich aus einem kreisförmigen Drückeransatz eine viereckige Griffform entwickelt. Hans Kollhoff hat beide Elemente nach den Gesetzen der Selbstverständlichkeit und Schlichtheit neu interpretiert.

© Gilbert McCarragher

Anlässlich der Umgestaltung eines alten Berliner Telekommunikationsbunkers in ein Privatmuseum hat John Pawson den sogenannten „Reichsform-Drücker“ von Hans Poelzig aus dem Jahr 1930 mit feinem Gespür neu interpretiert. Sein aus edler Bronze gefertigter Entwurf FSB 1242 eignet sich perfekt für den Einsatz in zeitgenössischer Architektur. Pawson sieht sein Griffprogramm als ein Wahrzeichen, das ein Gebäude sichtbar prägt und bewusst Akzente setzt.

Ludwig Mies van der Rohe

Ludwig Mies van der Rohe hat als einer der bedeutendsten Architekten der Moderne und als letzter Direktor des Bauhauses Geschichte geschrieben. Den von ihm geprägten Grundsatz „less is more“ reflektiert eine Reihe von Türdrückern, die er für seine Bauten entwickelt hat. Mit FSB 1267 erweist FSB dem Meister seine Reverenz. Das Modell folgt den formalen Intentionen seiner Urahnen und verknüpft sie mit den Anforderungen der zeitgenössischen Architektur.

© Simon Hegenberg / Jason Sellers

FSB 1271 ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit Jürgen Engel, die von Akribie und Präzision in der Analyse und im Vergleich von bereits existenten Türdrücker-Designs geprägt war. Besonderes Augenmerk verdient der Rahmentürdrücker, dessen Verkröpfung nur bei genauem Hinschauen ins Auge fällt, der aber dennoch den Anforderungen der Norm gerecht wird. Nicht zuletzt macht uns stolz, dass FSB 1271 mit dem Iconic Design Award ausgezeichnet wurde.

Neues aus Brakel

Referenzen

Hotel Baja La Paz

FSB 1004

© Cesar Bejar

Volksschule Graz

FSB 1005

© Hertha Hurnaus

Romantikmuseum Frankfurt

FSB 1106

© Eckhart Matthäus Fotografie

Brönnerstraße 22, Frankfurt

FSB 1144

© Thomas Mayer

Bauhaus Museum Weimar

FSB 1147

© Andrew Alberts

Heilig-Geist-Kirche Dillweißenstein

FSB 1163

© Stephan Baumann

Einfamilienhaus Ladbergen

FSB 1267

© Christoph Lüttmann

Haus am Buddenturm

FSB 1242

© Roland Borgmann