Franz Schneider Brakel

Eine nicht kurze Geschichte vom Begreifen.

Architektur begreifen:
Sie haben es in der Hand.

Produkte von FSB finden Sie dort, wo Sie in der Architektur auf das Thema „Greifen und Griffe“ treffen – kurzum: wo der Mensch Architektur berührt. Dazu gehören unsere klassischen Objektbeschläge für Türen und Fenster und unser (Greif-)komfortorientiertes ErgoSystem®, das sich über Altersgrenzen hinweg als universelles barrierefreies Konzept am Markt etabliert hat.

Technologische Innovationskraft, die kritische Reflexion unseres Tuns und künstlerisches Renommee sind dabei integrale Bestandteile unseres Selbstverständnisses. Insofern verwundert nicht, dass man sie weltweit in den Gebäuden renommierter Architekten und überall dort findet, wo man Wert auf Stil legt: Produkte und Systemlösungen „Made in Brakel“.


Umfassende Systemlösungen für den modernen Objektbau

Die Lage unseres Unternehmens in Brakel – man könnte eben so gut sagen in der ostwestfälischen Provinz – führte schon früh dazu, unseren Blick über den sogenannten Tellerrand bzw. über Beschläge für Türen und Fenster hinaus schweifen zu lassen.

„Barrierefrei komfortabel leben“ lautet der Anspruch, dem das ErgoSystem® diagonal-oval für Sanitär und Wohnen gerecht wird. Was sich heute ganz selbstverständlich liest und mit Begriffen wie „Universal Design“, „altersgerechten Wohnkonzepten“, „Marktstudien für die Generation 50 plus“ oder die „Best Ager“ umschrieben wird, war Anfang des Jahrtausends echte Pionierarbeit. Die Ideen, die zum ErgoSystem® führten, basieren auf der wissenschaftlichen Methodik und der Auseinandersetzung mit dem optimal gestalteten Türdrücker für viel begangene Türen, der in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut als Modell FSB 7655 in den 1990er Jahren entstand. Wir waren einer der Vorreiter, der den absehbaren demographischen Wandel in ein eigenständiges Griffsystem- und Ausstattungskonzept einfließen ließ, das wieder einmal mit tradierten Mustern brach und hinsichtlich Design, Funktion und Ergonomie eigene Wege ging.

Unabhängig von körperlichen Fähigkeiten sorgt das ErgoSystem® dafür, dass sämtliche Abläufe im Bad erheblich erleichtert werden – egal ob mit oder ohne Handicap. Ein Credo, das maßgeblich war für die Gestaltung vieler Einzelprodukte, die im Laufe der letzten 10 Jahre entstanden sind – angefangen bei den vielen Griffen mit charakteristisch diagonal-ovalen Griffquerschnitt, über kluge Detailfunktionen bei Sitzen bis hin zu auf den ersten Blick banalen Brausekopfhaltern, bei denen sich erst einige eigensinnige Brakeler die Mühe machen mussten, dieses Hand-Werkzeug für die „Nasszelle“ endlich einmal zu Ende zu denken. Aber sehen Sie selbst.


Design für Türen und Fenster – und fürs Museum

Der Aufstieg zur Architekturmarke beginnt im Wirtschaftswunderland der 1950er Jahre. Nach der Schließung des Bauhauses und den Wirren des Krieges erfahren Design und Architektur eine nachhaltige Wiederbelebung. Granden wie Ray und Charles Eames inspirieren mit ihren funktionalen Möbelentwürfen.

Der Däne Arne Jacobsen entwirft Klassiker wie den stapelbaren Stuhl „Serie 7“ und Gebäude, die dem Geiste des Bauhauses huldigen. Dieter Rams nimmt bei Braun das (Design-) Heft in die Hand und gestaltet Produkte, deren Formgebung heute die Blaupause für Produkte aus dem kalifornischen Unternehmen mit Apfel-Logo ist.

Auch in Brakel nimmt die Auseinandersetzung mit „der guten Form“ Gestalt an. Prägend ist das Jahrzehnt von 1953 bis 1963: Johannes Potente kreiert bei FSB sein wegweisendes und noch heute gültiges Handformdesign, das Otl Aicher zu seinen „Vier Geboten des Greifens“ inspirierte. Posthum erfuhr Johannes Potentes anonymes Industriedesign auch die ihm gebührende Wertschätzung durch Fachwelt und Öffentlichkeit: Seine Entwürfe wurden in bedeutende Mustersammlungen aufgenommen, unter anderem in die ständige Ausstellung des Museum of Modern Art in New York.

Parallel zum Ausbau der Designkompetenz widmen wir uns damals wie heute der kontinuierlichen Perfektion unserer Fertigungsprozesse: Modernisierung und Optimierung von Produktionstechnologien und -abläufen sowie unsere Vorliebe für „handfeste“ Werkstoffe wie Edelstahl, Aluminium, Messing und Bronze sorgen dafür, dass unsere Produkte länger halten, als uns aus betriebswirtschaftlicher Sicht eigentlich lieb sein dürfte.


Der Verlag, der auch Türklinken produziert

In den 1980er Jahren haben wir unsere Zukunft erneut in die Hand genommen: Unter der geistigen Führung des Gestalters und Mentors Otl Aicher haben wir unser Tun hinterfragt und bis heute gültige Leitsätze entwickelt. Es entstand eine grundlegend neue Designkultur, die neben der Auseinandersetzung mit der Herkunft und Tradition des Unternehmens auf der Kulturgeschichte der Klinke im speziellen und der des Greifens an sich basiert.

Aicher ersann für uns die „Vier Gebote des Greifens“, die für die Beurteilung guten Klinkendesigns fortan als Richtschnur dienen sollten: Daumenbremse, Zeigefingerkuhle, Ballenstütze und Greifvolumen. Dieser Prozess des Hinterfragens und der Orientierung wurde von einer Buch-Edition begleitet, die heute zum Standardrepertoire an Hochschulen mit Design- oder Wirtschaftsstudiengängen gehört.

Die vier Gebote des Greifens.
Daumenbremse, Zeigefingerkuhle, Ballenstütze, Greifvolumen

Aicher „belohnte“ unsere Erkenntnissuche: Aus einem stilisierten Griff schuf er das FSB-Logo, wie es Freunde der Greifkultur heute kennen. Als Inspiration diente eine so schlichte wie kluge Klinke, die der Philosoph Ludwig Wittgenstein für das zwischen 1926 und 1928 erbaute Haus seiner Schwester in Wien entworfen hatte.

„Erst die Anwendung macht den Stab zum Hebel.“, so beschrieb Wittgenstein seine der Einfachheit verschriebene Gestaltung. Für Otl Aicher war dieser Griff eine Art Idealgriff. Er verstand ihn nicht als optimale Handform sondern als Griff für alle möglichen Arten des Zugreifens – auch für das Öffnen mit dem kleinen Finger. Er ist die Summe aller Griffe, das absolute Substrat. Genau der richtige Ansatz für unser Logo, wie wir meinen.


Autoren gesucht (aber nicht für Bücher)

Für besondere Aufmerksamkeit sorgte im Jahre 1986 unser legendärer Klinken-Workshop, anlässlich dessen wir Koryphäen wie Mario Botta, Peter Eisenman, Hans Hollein, Alessandro Mendini und Dieter Rams nach Brakel einluden.

Die Ergebnisse machten FSB binnen kürzester Zeit auch bei denjenigen bekannt, die bis dahin noch an uns vorbei gegriffen hatten. Was lange als Low-Interest-Produkt galt, wurde durch eines der ersten „Autorendesign“-Projekte zu einem gestalterischen Thema, mit dem sich ab sofort bekannte Architekten und Designer auseinandersetzen sollten – und von sich aus liebend gerne wollen.

Mit Möbelbeschlägen fing alles an

Seinen Ursprung hat FSB nicht in B wie Brakel sondern in Iserlohn. Hier gründete Franz Schneider im Jahr 1881 einen Hersteller für historisierende Möbelbeschläge und schlichte Devotionalien aus Messing. Beides war zu dieser Zeit in höchstem Maße modern – und unser Gründer wusste den Zeitgeist zu bedienen: Bereits zur Jahrhundertwende füllte sein Angebot einen handlichen Katalog. 1909 wurde der Firmensitz von der sauerländischen in die ostwestfälische Provinz verlegt. FS fügte seinem Signet stolz das B für Brakel hinzu und die Marke FSB war geboren. Wie auch einer unserer bis in die Gegenwart gehegten Produktschwerpunkte: Klassische Beschläge für Türen und Fenster.



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