Trilux Licht Campus Köln

GRAFT Architects

Produkte

Dynamisierte Architektur

Immer mehr werden Firmengebäude heute von austauschbaren Büro- oder Produktionsstätten zu repräsentativen Aushängeschildern. Die Architektur spiegelt nach außen, was das Unternehmen ausmacht. Der Herausforderung, dem Leuchtenhersteller TRILUX ein architektonisches Gesicht an seinem Standort in Köln zu entwerfen, hat sich das Architekturbüro GRAFT gestellt. Geschaffen haben sie einen Bau, der das Thema Licht in all seinen Facetten genauso verkörpert wie den Willen zu innovativem Design und zukunftsfähigen Prozessen.

Mit der gläsernen Fassade, die sich aus schräg gefächerten Elementen zusammensetzt, erscheint das Gebäude aus jedem Blickwinkel in einem anderen Licht und könnte so auch mitten in der urbanen Situation einer Großstadt stehen. In ihrer Geometrie nimmt die Fassadengestaltung die mikroskopische Struktur von Scheinwerfer-Reflektoren auf und transformiert diese in zeitgenössische Architektur. Dabei gehen Ästhetik und Technik Hand in Hand. Zwischen den schräggestellten Glaselementen ermöglichen vertikale Öffnungsklappen die Querlüftung des Gebäudes.

Auf rund 2.700m² und vier Geschossen bietet der neue TRILUX Licht Campus, der 2019 fertiggestellt wurde, Platz für Schulungsräume und Ausstellungsflächen wie auch für die Büros der rund 120 Mitarbeiter, die am Ort zusammengezogen wurden. Vor dem monolithisch wirkenden Bau nimmt ein immergrüner Vorplatz Besucher und Mitarbeiter in Empfang. Als doppelgeschossiges, lichtgeflutetes Foyer mit Galerie verlängert sich die Plaza ins Innere des Gebäudes.

Architekt und Objekt

Foto: © Pablo Castagnola

„Wir interessieren uns für dynamisierte und expressive Architekturen, die auch mehr dem Wahrnehmungskontext der jüngeren Generation entsprechen. Außerdem sind wir große Fans des Begriffs „Ambivalenz“: Wir sind sehr an komplexen, widersprüchlichen und möglicherweise noch nicht ganz vollendeten Zuständen interessiert“, so Wolfram Putz, einer der Gründungspartner von GRAFT.

Zukunftsfähiges Design

Offen gestaltete Arbeitsbereiche und das Spiel mit unterschiedlichen Lichtstimmungen kennzeichnen das Firmengebäude auf allen Ebenen. Nicht nur die Fassaden, auch die „Smart Workingscapes“ werden mit großen Glasflächen gegliedert. Möblierung und natürlich speziell die Leuchten zeigen, was in Design und Technik heute möglich ist. Ein Bürohaus der Zukunft. Eine lange Sitzstufen-Treppe aus Holz zieht sich an der gläsernen Fassade des Foyers nach oben. Mehr als bloße räumliche Verbindung wird sie zum Ort für informelle Treffen und dient der Firma als Auditorium für Fortbildungen. GRAFT wagen sich als Architekten gerne in Bereiche des Produktdesigns vor.

So sind für den TRILUX Licht Campus in Kooperation mit dem Leuchtenhersteller besondere Deckenleuchten entstanden. Die Sonderanfertigung für das Auditorium faltet sich großflächig auf und wölbt sich als Skulptur über den Treppenraum. Eine andere Leuchte glänzt mit ganz anderen Effekten: Als Koproduktion von GRAFT und TRILUX ist der erste Prototyp einer Lampe aus nachwachsendem, biologisch abbaubarem PLA entstanden. Aus Maisstärke gewonnene Milchsäure bildet die Basis für das synthetisch hergestellte Thermoplast, mit dem sich Leuchtenkörper als 3-D-Druck herstellen lassen. Im TRILUX Licht Campus wird die Lampe derzeit im Betrieb getestet.

Für FSB haben GRAFT wiederum eine eigene Produktfamilie kreiert. Ein „durch und durch demokratisches Produkt, das möglichst vielen Menschen gefällt“ stellten sich die Architekten vor. Entworfen haben sie eine Klinke, deren kleine Radien und großflächige Überwölbungen für skulpturale Spannungen und Kontraste sorgen. Das Modell FSB 1246 ist ästhetisch spannend und fügt sich dennoch harmonisch in jedes architektonische Umfeld ein. Eine reduzierte Klinke, die „nicht nur in einem GRAFT-Haus, sondern auch in vielen anderen Architekturen funktioniert“, so die Architekten mit einem Augenzwinkern.

Objektdetails

Fotos: © TRILUX

Standort

Trilux Campus Köln

Mathias-Brüggen-Straße 75
50829 Köln
Deutschland

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