Einfamilienhaus Ladbergen

Planungsgruppe Wörmann GmbH

Produkte

Ziegel – Verbindung von Tradition und Moderne

Zur Straße hin gibt sich das Einfamilienhaus eher verschlossen. Unter zwei schmalen aber in die Höhe gestreckten Fenstern im ersten Stock lässt im Erdgeschoss nur eine perforierte Ziegelfläche Licht in den dahinterliegenden zum Gartenbereich großzügig geöffneten Wohnraum. Die Perforierung ist Teil des reduzierten aber bewussten Umgangs mit dem Material und verleiht der Außenhülle des Hauses ein leichtes Relief, das sich in den versetzt gemauerten Ziegeln der Hausecke zum Eingang hin fortsetzt.

Im nördlichen Nordrhein-Westfalen, auf halber Strecke zwischen Münster und Osnabrück gelegen, ist Ladbergen von Ziegelstein-Gebäuden und seiner kargen Natur geprägt. Und so trägt auch dieses Haus, dessen Formgebung sich von einem inzwischen abgerissenen Bestandsbau aus den 1950er Jahren ableitete, der Tradition Rechnung. Hellgraue Klinker in Sonderformat fügen sich mit ihren hell vermörtelten Fugen zu einer homogenen Fläche, die aufgrund der Sortierung dennoch von einer sanft changierenden Farbgebung lebt.

Die Dachform lehnt sich an die klassischen Satteldächer der umgebenden Bebauung an, grenzt sich von dieser aber durch den bündigen Abschluss des Daches mit der Mauer ab. Der fehlende Dachüberstand, die innenliegende nicht sichtbare Dachrinne und die glatten Dachziegel mit integrierter Photovoltaik-Anlage tragen zum geradlinigen, reduziert modernen Charakter der Architektur bei. Verantwortlich für die architektonische Gestaltung ist das Büro pgw.

Architekt und Objekt

Foto: © Lars Beusker

„Der Fokus lag darauf, einen modernen Rückzugsort zu schaffen. Dabei war es dem Bauherrn wichtig, dass sich das private Leben zum Garten hin öffnet. Die Übergänge zwischen Innen und Außen sind fließend: Jeder Raum ist einem definierten Außenbereich zugeordnet – so entsteht ein Bezug zur Natur, der durch die großen Fensteröffnungen verstärkt wird. Die Schlichtheit der Architektur fügt sich dabei in das Gesamtbild ein“, so Christoph Lüttmann von pgw.

Reduziert und großzügig

Als Mittelpunkt des häuslichen Lebens verbindet die Küche die Außenflächen, die offene Sonnenterrasse im Osten und den überdachten Sitzbereich im Westen miteinander. Die weiten Glasflächen auf beiden Seiten lassen großzügig Licht einfallen. Eine lange offene Wegeverbindung durchzieht das Haus von Nord nach Süd, von der Straße in Richtung Garten. Eingangsbereich, Küche und Wohnzimmer können nach Wunsch durch raumhohe versteckte Schiebetüren voneinander getrennt werden. Der Wohnbereich im Süden löst mit seiner Eckverglasung die Grenzen zwischen Innen- und Außenraum auf.

Das Farbkonzept der großzügigen Innenraumgestaltung greift Farbtöne auf, die man in der Natur der Umgebung vorfindet – Nadelgehölze, Trockengehölze, Sand. So entsteht in den Wohnräumen eine warme Atmosphäre mit erdverbundenen Tönen, die auch die Fassade des Hauses widerspiegeln. Die raumhohen weißen Holz-Schiebetüren kontrastieren mit erdigen Wandfarben. Im Obergeschoss fügen sich weiße raumhohe Holztüren mit wand- und flächenbündigen Zargen dezent in die weiß gestrichenen, glattverputzten Wandflächen ein.

Die Fenster- und Türgriffe aus poliertem Edelstahl sind aus dem Hause FSB. In ihrer gewünschten Neutralität sorgen sie dafür, dass der farbliche Kontrast vor allem zu den bronzefarbenen Profilen nicht zu stark wird. Eingebaut wurde das Modell FSB 1267 als Türdrücker wie auch als Fenstergriff. Muschelgriffe von FSB fügen sich zurückhaltend in die versteckten Schiebetüren ein. An FSB schätzen die Architekten von pgw neben dem hochwertigen Materialeinsatz das gute Design und die kontinuierlich hohe Qualität.

Objektdetails

Fotos: © Christoph Lüttmann