

So hat uns einmal der Redakteur einer angesehenen Zeitung bezeichnet – und so ganz lag er nicht daneben, denn über Klinken hat niemand so viel veröffentlicht wie wir.
Aufs Buch gekommen sind wir an einem weißen Januartag des Jahres 1985 in Rotis. Damals regte unser Mentor Otl Aicher an, dass wir unser Nachdenken über das Greifen und die Griffe doch nach und nach in einer Buchreihe veröffentlichen sollten. "Dann habt ihr zu gegebenen Anlässen etwas Selbstgemachtes anzubieten", fügte er schelmisch hinzu.
So entstand unter Otl Aichers Federführung die FSB-Edition über die Kultur des Türdrückers. Für den ersten Band "Greifen und Griffe" schrieb er vier Essays, die er später in seine eigenen Veröffentlichungen übernahm. Die Edition umfasste am Ende 16 Bände, deren Inhalt auszugsweise in 2006 unter dem Titel "Die Sprache der Hände" in einer "Best-of-Ausgabe" zusammengefasst, ausführlich kommentiert und dokumentiert worden ist.
Wir haben nach dem Jahrtausendwechsel lang darüber nachgedacht, wie wir unsere verlegerische Tradition fortsetzen können. Der ostwestfälische Zufall kam uns zur Hilfe. Die Leiterin der renommierten sommerlichen Veranstgaltungsreihe "Wege durch das Land" schlug uns eines Tages vor, die Veranstaltungen neben Musik, Gedichten und Lesungen um einen Einblick in die Architektur zu ergänzen. FSB willigte als Sponsor unter der Bedingung ein, dass diese neue Veranstaltung anschließend dokumentiert werde. Und so erschien 2004 von Peter Zumthor die sensible "Einführung in die Dinge um mich herum". Und ein Jahr später Mario Bottas Erläuterungen zum Zusammenspiel von Architektur und Gedächtnis.
Wie Sie sehen, FSB bleibt sich treu. Otl Aicher hat uns den richtigen Weg gewiesen.