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Zugänge – Ausgänge

Fotos von Timm Rautert sowie Textbeiträge von
Otl Aicher, Jürgen Becker, Wolfgang Pehnt
Köln: Verlag der Buchhandlung Walther König, 1990

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Der Fotograf Timm Rautert machte drei Jahre lang im Auftrag von FSB auf seinen Wanderungen und Reisen Bilder von Zu- und Ausgängen. Hinter seiner Arbeit stand die Aufforderung Otl Aichers, ein Fotobuch zu machen, das "aus Bildern und trockenen Texten" bestehen solle.

Am 24. Januar 1989 schrieb er uns dazu: "Ein solches Buch hätte eine eindeutige Gestalt, ohne Album zu werden. Es könnte in der gesamten Buchreihe eine eigene Person sein. Es zeigt das Umfeld der Klinken in der sachlichen Sprache der Fotografie." Die gewünschten "trockenen Texte" lieferten der Architekturkritiker Wolfgang Pehnt und der Dichter Jürgen Becker. Pehnt zu gewinnen, war nicht schwer. Er gehört berufshalber zur Branche des Bauens. Wie aber kommt ein Türklinken-Hersteller an einen Dichter? Hans Magnus Enzensberger hatte seine Hände im Spiel. Otl Aicher hatte uns an ihn verwiesen.

Anfang August 1989 schrieb uns Enzensberger: "Sehr geehrter Herr Braun, hier mein Kandidat: Jürgen Becker … zu erreichen über den Deutschlandfunk. Seine Bücher sind bei Suhrkamp erschienen. Sehr zu empfehlen. Schöne Grüße. Hans Magnus Enzensberger." Was weder Hans Magnus Enzensberger noch wir damals wussten und erst entdecken mussten: Jürgen Becker und Wolfgang Pehnt saßen beim Deutschlandfunk in Köln seit Jahren auf dem gleichen Flur Tür an Tür.

Resonanz:

Das Kulturmagazin aspekte des Hessischen Fernsehens widmete dem Buch und dem dahinterstehenden Unternehmen im Jahre 1991 eine zwölfminütige Fernsehsendung, in der auch die beiden Text-Autoren Wolfgang Pehnt und Jürgen Becker zu Wort kamen. Gesucht wurde der gemeinsame Nenner von geistiger und handwerklicher Kultur. FSB wurde als Beispiel für eine glückliche Kombination beider Aspekte herausgestellt.


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