

Ein Buch über das Greifen und die dazu benötigten Griffe stand am Anfang der FSB-Edition. Bei der Erarbeitung dieses ersten, für uns grundlegenden Buches hatte Otl Aicher angeregt, FSB solle sich eine Sammlung berühmter Handskulpturen zulegen. Unter anderem hatte er damals die offene Hand von Le Corbusier skizziert.
Konsequenterweise stand am Ende der FSB-Edition wieder die Hand, diesmal in Form von Texten André Wogensckys über die Hände Le Corbusiers. Wogenscky, Schüler und Mitarbeiter von Le Corbusier, lässt die Hände des großen Architekten sprechen und zeigt, dass das praktische Greifen dem geistigen Begreifen vorangeht. Otl Aicher hätte an diesem Buch seine Freude gehabt.
Bei den Vorarbeiten machte uns Prof. Fritz Neumeyer aus Berlin darauf aufmerksam, dass Le Corbusier den Begriff der offenen Hand beim Studium von Nietzsche gefunden habe. Wir gingen dieser Spur nach und konnten Prof. Neumeyer berichten, dass auf Seite 8 der französischen Ausgabe von Le Corbusiers Privatexemplar des „Zarathustra“ oben links in der Ecke von Le Corbusiers Hand geschrieben steht: „La main ouverte“. Die dazu angestrichene Textpassage von Nietzsche lautet: „Je voudrais donner et distribuer, jusqu’à ce que les sages parmi les hommes soient redevenus joyeux de leur folie, et les pauvres, heureux de leur richesse.“