

Die Herausforderung: Am Markt hat sich in den letzten Jahren der Trend etabliert, im Objekt in weniger stark frequentierten Bereichen Standardtüren einzusetzen.
Gleichzeitig hielten an diesen Standardtüren Türdrückergarnituren nach Benutzerkategorie Klasse 3 mit festdrehbarer Lagerung Einzug – einer Eigenschaft, die in vielen Fällen schlicht der Kompensation von enormen Fertigungstoleranzen bei diesen Garnituren dienen sollte. In jedem Fall wirkte sich der Einsatz festdrehbar gelagerter Garnituren stets nachteilig und verzögernd auf den Montageablauf aus.
Die bisherige Praxis
Grundsätzlich ist der Einsatz von festdrehbar gelagerten Garnituren nachvollziehbar, da die bei Benutzung der Tür auftretenden axialen Kräfte effektiver ins Türblatt abgeleitet werden. Diese Eigenschaft ist unter Nachhaltigkeitsaspekten ohne Frage zu begrüßen.
Nachteil derartiger Beschlaglösungen ist, dass die festdrehbare Verbindung von Türdrücker und Rosette zu Lasten der Montagefreundlichkeit geht, da immer am Türdrücker „vorbeigeschraubt” werden muss – bzw. im Falle eines Türdrückerdesigns, bei dem sich die Deckrosette nicht über den Türdrücker abziehen lässt, die Rosette diesen Prozess noch zusätzlich massiv behindert. Dieser Nachteil wurde von vielen Marktbegleitern kurzerhand ignoriert; stattdessen rühmte man sich der festdrehbaren Lagerung auch bei Klasse 3-Beschlägen. Für FSB kam daher nur eine Lösung infrage, die beiden Aspekten in hinreichendem Maße Rechnung trägt.
Unsere Lösung
Mit unserer Neuausrichtung der gesamten Lagerungsphilosophie sind wir der Lösung auf die Spur gekommen. Die neuen Produkteigenschaften, mehrere Alleinstellungsmerkmale und eine Fülle bis ins Detail durchdachter Funktionen, die in die AGL®-Lagerung der zweiten Generation eingeflossen sind, ließen bei FSB die Erkenntnis reifen, dass auch die festdrehbare Aufwertung der FSB-Standardlagerung mit der Zielsetzung einer Montageverbesserung einhergehen musste und ein weiterer konsequenter Schritt hin zur Bewältigung sich wandelnder Anforderungen im Objektbau sein würde.
Kein geringerer als unser Hausdesigner Hartmut Weise war es, der die Grundkonzeption der neuen Lösung ersann, indem er sich kurzerhand fragte: „Warum kann eine festdrehbar gelagerte Garnitur nicht erst an der Tür entstehen?” Hartmut Weise modifizierte zunächst die Verbindung von Türdrücker und Rosettenunterkonstruktion derart, dass der Türdrücker nach der Montage der Unterkonstruktion durch simples Einstecken festdrehbar in dieser einrasten konnte. Über acht Schlitze im Lagerungsbereich der Unterkonstruktion wurde die hierfür erforderliche Flexibilität erreicht. Fixiert wird die gesamte Baugruppe zu guter Letzt ganz einfach durch das altbekannte und für FSB typische Aufklippen der Deckrosetten.
Dem ist abschließend eigentlich nur noch ein Satz von Dieter Rams, dem ehemaligen Chef-Designer der Braun AG, hinzuzufügen:
„Einfach ist (eben) besser als kompliziert.”