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Hält länger, als uns lieb ist:

Edelstahl V4A

Für FSB-Türbeschläge, die in Küstenregionen oder in Hallen- und Schwimmbädern eingesetzt werden sollen, haben wir eine besonders widerstandsfähige Lösung parat: Edelstahl V4A.

Generell hat sich bei Türbeschlägen die Chrom-Nickel-Legierung V2A bestens bewährt. Unter Berücksichtigung der besonderen atmosphärischen Umgebung in Hallen- und Schwimmbädern aber bietet FSB ausgewählte Objektbeschläge für diese Bereiche an. Das Besondere: bei diesen Beschlägen sind auch die Unterkonstruktionen, Befestigungsschrauben und Vierkantstift aus Edelstahl. Die Material- und Oberflächenspezifikation – u. a. in FSB-Bestellnummern – lautet für Objektbeschläge aus V4A-Stahl mit fein matt gebürsteter Oberfläche .. 6604.

Wie Rost entsteht

Als Rost bezeichnet man das Korrosionsprodukt, das aus Eisen oder Stahl durch Oxidation mit Sauerstoff entsteht – wenn Wasser hinzukommt. In der „Versuchsschmelze 2 Austenit“ (Abkürzung: V2A) entdeckte der Physiker Dr. Benno Strauss 1912 in den Labors der Krupp-Forschungsanstalt, dass eine Legierung mit Chrom und Nickel den Stahl gegen diesen Angriff des Wassers schützt.

In den Anfängen gab es nur einige wenige Stahlsorten, erinnert Michaela Abel von der Informationsstelle Edelstahl in Düsseldorf. Die ersten V2A-Stähle waren einfache Chrom-Nickel-Stähle. Mittlerweile gibt es jedoch hunderte von Edelstahlsorten, wovon viele durch zusätzliche Legierungen gegen erhöhte Korrosionsgefahr geschützt sind. Einen Schutzschirm braucht der Stahl nicht nur gegen Wasser, sondern auch gegen Salze, die in der Luft gelöst sind – besonders aggressive Chloride. Rostfreier oder nichtrostender Stahl ist die korrekte Bezeichnung für rost- und säurebeständigen Stahl, auch wenn dieser der Einfachheit halber häufig „Edelstahl“ genannt wird. Edelstahl ist jedoch die Bezeichnung für einen Stahl mit besonders hoher Reinheit. Er muss nicht zwangsläufig hochlegiert oder rostfrei sein.

Die Lösung: V2A oder V4A

Rostfreier Stahl zeichnet sich aus durch einen Anteil von etwa 18 Prozent Chrom und ca. 8 Prozent Nickel, die im austenitischen oder ferritischen Mischkristall gelöst sein müssen. Der Effekt beruht darauf, dass sich durch diesen hohen Chromanteil eine schützende und dichte Passivschicht aus Chromoxid an der Werkstoffoberfläche ausbildet. Normaler rostfreier Stahl (V2A) kann unter gewissen Rahmenbedingungen, besonders in der chlorgashaltigen Luft von Hallenbädern Korrosionserscheinungen zeigen. Hier ist die Zusammensetzung der Legierung von entscheidender Bedeutung. Synonym hierfür ist die Edelstahl-Legierung V4A die zwei Prozent mehr Nickel und zusätzlich 2 Prozent Molybdän aufweist. Molybdän macht den Stahl widerstandfähiger gegen Korrosion in einem chloridhaltigen Umfeld.

Ein ganz anderes Thema: Flugrost

Immer wieder bekommen wir Anrufe von Kunden die reklamieren, dass unsere Beschläge Rostspuren aufweisen, obwohl es sich doch um Edelstahl handelt. Die Anrufer haben zunächst Recht: Was sie sehen, ist Rost. Genauer: Flugrost. Es handelt sich dabei um Rostpartikel, die sich in der Luft befinden und sich auf der Edelstahl-Oberfläche ablagern. Insbesondere tritt dieses Phänomen in Küsten- und Regionen der Chemieindustrie durch chloridhaltige und schwefelsaure Atmosphäre auf. Chlorhaltiges Wasser in Hallen- und Schwimmbädern sorgt für den gleichen Effekt. Metallteile in dieser Umgebung sehen dann verrostet aus, obwohl nur die Oberfläche von Flugrost bedeckt ist. Zur Rostbeseitigung genügt ein einfaches Abreiben mit einemschleifmittelfreiem Kunststoff-Vlies.



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