

Ein Barren Aluminium war 1855 die Sensation der Weltausstellung in Paris. Wie eine wertvolle Rarität wurde das „Silber aus Lehm“ bestaunt. Heute wissen wir, dass Aluminium neben Sauerstoff und Silicium das dritthäufigste Element unserer Erdkruste ist.
Der Rohstoff ist ein rotes Sedimentgestein, das nach seiner ersten Fundstelle im französischen Les Baux Bauxit-Erz genannt wird. Aluminium ist ein Leichtmetall (Dichte 2,699 g/cm3). Der Schmelzpunkt liegt bei 660 Grad Celsius. Seine natürliche Farbe ist Silberweiß. Aluminium kann in fast allen denkbaren Formen bis hin zu feinsten Folien gegossen und gewalzt werden. Zugegeben, bei der Erstgewinnung muss relativ viel Energie aufgewandt werden. Diese zunächst negative Energiebilanz wird aber durch die vielen positiven Eigenschaften in der Verarbeitung, im Gebrauch und vor allem im Recycling mehr als ausgeglichen.
Der Energiespareffekt bei der Wiederaufbereitung beträgt gegenüber der Erstgewinnung fast 95 Prozent. Und Aluminium kann immer wieder und wieder aufbereitet werden, und zwar ohne Verlust. Es fasst sich sehr angenehm an, vor allem deshalb, weil sich das Leichtgewicht unter den Metallen besonders gut der Umgebungstemperatur anzupassen weiß. FSB verarbeitet nur reine Hüttenlegierungen nach DIN 1725 mit den folgenden Werkstoffnummern:
Nach der mechanischen Bearbeitung wird die Oberfläche durch Eloxieren geschützt. Eloxieren ist ein elektrochemischer Vorgang, der die Oberfläche des Aluminiums in einer bestimmten Dicke in Aluminiumoxid umwandelt.
FSB setzt beim Eloxieren das Standard-GS-Verfahren ein. „G“ steht für Gleichstrom und „S“ für Schwefelsäureelektrolyt. Die in diesem Standardverfahren aufgebaute Oxidschicht ist ca. 10 μm dick. Die Schichthärte beträgt bis 350 kp/mm2 (Vickers), entsprechend 2.500 bis 3.500 N/mm2. Die silberweiße Oxidschicht kann zur Erweiterung der Gestaltungsmöglichkeiten eingefärbt werden. FSB wendet zwei Arten der Einfärbung an:
1. Färbung an der Oberfläche und im mittleren Bereich der Oxidschicht
durch Tauchfärbung, auch Absorptionsverfahren genannt. Hierbei wird das zunächst silberweiß anodisierte Aluminium chemisch in organischen und anorganischen Farbstofflösungen eingefärbt. Der Lichtechtheitswert liegt bei 6 bis 7.
2. Färbung am Grund der Poren der Oxidschicht.
Hierbei werden Metalle elektrolytisch unter Verwendung von Wechselstrom in die vorher silberweiß erzeugte Oxidschicht eingelagert. Man spricht auch vom Zweistufen-Verfahren. Die Lichtechtheitswerte liegen bei 7 bis 8.
Nach der Einfärbung erfolgt ein Verdichten der Oberfläche. Hierdurch wird Korrosionsbeständigkeit sowie Licht- und Wetterbeständigkeit der Färbung im Rahmen der angegebenen Werte gewährleistet. Grundsätzlich braucht der Werkstoff Aluminium nicht gepflegt zu werden. Die natürliche oder künstlich erzeugte Eloxalschicht schützt das Aluminium. Schmutzflecken können mit Wasser und einem weichen Tuch entfernt werden.
Beim täglichen Gebrauch können Aluminiumoberflächen durch härtere Materialien abgeschliffen oder verletzt werden. Typisch sind z. B. Kratzer durch Fingerringe. Diese „Verletzungen“ der Aluminiumoberfläche beeinträchtigen eventuell den ästhetischen Anblick, haben aber keinen Einfluss auf die Funktion. Viele Anwender schätzen sogar, dass die Produkte des täglichen Gebrauches in Ehren alt werden und die Spuren der Vergänglichkeit nicht leugnen.
Der natürliche Farbton des Werkstoffes Aluminium ist Natursilber (01). Diesen Farbton empfehlen wir allen Kunden, die den materialgerechten Einsatz lieben. Als farbige Spielart mit etwas grauerem Charakter ist die ebenfalls eloxierte Oberfläche AluGrau® zu sehen.
Nach einer Vorherrschaft heller Farben in der Architektur ist seit einiger Zeit eine Abkehr von dieser Gestaltungsauffassung erkennbar. Derartige Farbkonzepte erstrecken sich dabei über alle Gewerke: angefangen bei der Fassade, über das Interieur im Allgemeinen bis hin zu den Innentüren. Spürbar war dies für FSB u. a. nicht nur in der stärker werdenden Nachfrage nach patinierten Bronzeoberflächen, sondern auch ganz pragmatisch anhand der Objektbemusterungen, die wir in den vergangenen Jahren in wesentlich größerem Umfang als zuvor auf dunklen Hölzern durchgeführt haben. FSB trägt dieser Entwicklung in bester Architekturtradition Rechnung und präsentiert im vorliegenden neuen Handbuch zwei neue Farbtöne, die diese Gestaltungsidee aufnehmen und darüber hinaus auf zwei gängige Fassadenprofilfarben abgestimmt sind:
C 33 Mittelbronze sowie C 35 Schwarz. Zur Farb- und Oberflächenanmutung der Eloxalfarbtöne möchten wir noch einen Hinweis geben: FSB poliert grundsätzlich alle Aluminiumteile vor dem Eloxieren spiegelblank. Insbesondere bei dem Farbton F1 naturfarbig eloxiert führt dies zu dem für FSB-Aluminiumbeschläge charakteristischen seidenmatten Glanz. Bei den Profilherstellern ist es wiederum üblich, dass die Profile vor dem Eloxieren allenfalls geschliffen werden und sich insofern nach dem Eloxieren nur eine matte Oberfläche einstellt. Leichte Farb- und Glanzdifferenzen zwischen Profil und Beschlägen sind daher unvermeidbar.
FSB offeriert Ihnen nachfolgend aufgeführte Oberflächenvarianten:
FSB 01 Aluminium naturfarbig
FSB 02 Aluminium neusilberfarbig
FSB 03 Aluminium messingfarbig
FSB 04 Aluminium bronzefarbig
FSB 05 Aluminium dunkelbronzefarbig
FSB AluGrau® Aluminium eloxiert silbrig-grau
FSB C33 Aluminium eloxiert mittelbronze
FSB C35 Aluminium eloxiert schwarz