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Erik Magnussen

Anfang 1994 schlug die skandinavische Stunde des Autorendesigns. Erik Magnussen betrat die Brakeler Szene.

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Der 1940 in Kopenhagen geborene Däne wurde berühmt, als er Ende der 70er Jahre beim Unternehmen Stelton in die Fußstapfen von Arne Jacobsen trat. Magnussens Kannen, Butterdosen, Beilagegabeln, Windleuchten und Besteckserien aus Edelstahl wurden zu einem dänischen Markenzeichen, seine klare Formensprache zum Symbol des oft als unterkühlt beschriebenen nordischen Designs. Sein Gestaltungsprinzip: So lange an den Entwürfen arbeiten, bis die Funktion zur Selbstverständlichkeit geworden ist.
Unsere Zusammenarbeit mit Erik Magnussen begann im Spätsommer 1994, als Erik und sein vierbeiniger Freund Kaktus zum ersten Mal in Brakel übernachteten. Kaktus, ein prächtiger Drahthaar-Jagdhund, gehörte von Anfang an zu unserem Design-Team. Erik besichtigte unsere Fertigung, diskutierte mit uns den Begriff der Produktfamilie, versprach, im schönen Frankreich über unser Ansinnen nachzudenken und irgendwann nach dem langen dänischen Winter wieder bei uns vorbeizuschauen.

In den darauf folgenden zwölf Monaten haben wir uns ein halbes Dutzend Mal im Weserbergland und im Großraum Kopenhagen getroffen, natürlich nicht nur wegen des Designs, sondern vor allem, um Kaktus bei seinen ausgiebigen Spaziergängen im Weserbergland und rund um das königliche Jagdschloss zu begleiten. Nach einer so langen und intensiven Vorbereitung ist es kaum noch verwunderlich, dass Erik Magnussen schon mit seinen ersten Skizzen das Herz der Brakeler Türklinkenbauer gewann. Mit breitem Kohlestift hat Erik seine ersten Ideen skizziert. In diesen Skizzen glaubten wir den Flügelschlag skandinavischer Möwen wiederzuerkennen. Damit hatte die gesamte Produktfamilie ihr semiotisches Symbol gefunden. Als Material schrieb uns Erik Magnussen Edelstahl und schwarzen Kunststoff vor, seine Lieblingswerkstoffe. Auch vom Produktionsprozess hatte er genaue Vorstellungen. Wir sollten nicht biegen, schweißen oder aufweiten, sondern ganz einfach falten. Erneut erlebten wir, dass unsere Designer uns immer wieder auf technologisches Neuland führen.


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