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Wohnhaus Berger

Baiertal

In unmittelbarer Nachbarschaft des Waldes, oberhalb der Baden-Württembergischen Gemeinde Baiertal, befindet sich das als scharfkantiger Kubus ausgebildete Wohnhaus der Familie Berger. Charakteristisch für das geradlinige Gebäudekonzept ist die Überschneidung von zwei Baukörpern, wobei der südwest-orientierte Gebäudeteil die Wohnräume beinhaltet und im nordöstlich ausgerichteten Komplex Nebenräume und Einliegerwohnungen angesiedelt sind.

Der Karlsruher Architekt Thomas Fabrinsky hat im Überschneidungsbereich ein großes Oberlicht integriert, das den an gleicher Stelle befindlichen Treppenaufgang mit hellem Tageslicht versorgt. Das Wohnhaus Berger verfügt über großformatige Fenster, die für helle Innenräume sorgen und darüberhinaus einen optimalen Ausblick auf die Umgebung des reizvollen Hanggrundstücks und den angrenzenden Wald gewähren.

Fabrinsky bevorzugt bei seinen Bauprojekten Materialien und Oberflächen wie Holz, Naturstein oder Stahl, die auf natürliche Weise altern dürfen. Die Auswahl der verwendeten Materialien und Objekte für das luxuriöse Wohnhaus wurde gemeinsam mit den Bauherren getroffen. Die Flächengestaltung wird konsequent in schwarz oder weiß gehalten. Die beiden Gebäudeteile des Wohnhauses Berger wurden entsprechend farblich voneinander abgesetzt.


Die Fenster sind in schwarze Holzrahmen eingefasst, die einen starken Kontrast zu den weißen Gebäudeflächen schaffen, ohne dabei aufdringlich zu wirken. Das Wohnhaus ist also in doppelter Hinsicht, nämlich formal und farblich, eine faszinierende architektonische Komposition. Die Innenräume des Gebäudes folgen ebenfalls dem Prinzip der Reduktion. Weiße Wandflächen reflektieren das durch die zahlreichen, großen Fenster eintretende Tageslicht und lassen die Räume dadurch noch größer erscheinen. Die wenigen, vom Schreiner einzelangefertigten Möbel mit weißen Oberflächen unterstreichen die enorme Weitläufigkeit und Offenheit des Innenraums zusätzlich.

Die ausgewählten FSB-Produkte sind laut Fabrinsky „ein kleiner Teil des Ganzen“ und überzeugen somit durch ihre unaufdringliche und klassische Eleganz, die sich dem gesamten Gestaltungskonzept unterordnet. Verwendet wurde der Türgriff 6609 99, eine Sonderanfertigung in Länge und Durchmesser, der als „Frankfurter Modell“ bekannte Türdrücker 1076, der Fenstergriff 3476, der WC-Riegel 1735 0054, der Türknopf 2329 06, der Türstopper 3646 und die Griffstange 6801 mit der Stütze 6715. Fabrinsky entschied sich dabei, entsprechend seiner Vorliebe für natürlich alternde Oberflächen, für das Material Edelstahl. Die ausgewählten FSB-Produkte verkörpern für ihn Zeitlosigkeit, Modernität, Klassik und Eleganz.

Fotos: Klemens Ortmeyer, Braunschweig



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