

Ein multifunktionales Gebäude im Dienste der medizintechnischen Fortbildung
Siemens Erlangen ließ in unmittelbarer Nachbarschaft zu seiner Fertigung für Medizintechnik an der Allee am Röthelheimpark ein medizinisches Schulungszentrum errichten, das „Siemens Training Center, Medical Solutions, Erlangen“. Das Gebäude steht an der Schnittstelle zwischen den Ausläufern der Innenstadt und dem im Entstehen begriffenen neuen Stadtteil Röthelheimpark. Als großes städtebauliches Sonderprojekt wird hier seit 1994 auf ehemaligen Militärflächen nach Abzug der amerikanischen Truppen Wohnraum für etwa 4.000 Menschen geschaffen. Mit einer Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Verkaufen, Forschen und Erholen soll ein neues, attraktives und lebendiges Stadtquartier entstehen.
Das Konzept des Nürnberger Architekturbüros Loebermann+Partner fügt sich als ein über zwei Ebenen konzipierter Baukörper harmonisch dem nebenstehenden Kasinogebäude an. Zwei L-förmige Körper verbinden sich elegant zu einer zwei- bis viergeschossigen Abfolge von Innen- und Außenräumen.
Betont wird dieses Ineinandergreifen durch den Wechsel von fast vollständig geschlossenen Putzfassaden mit geschosshohen Glasbändern, die das Haus zur Süd- und Straßenseite hin komplett öffnen. Durch den Haupteingang gelangt man in einen Innenhof, von dem aus sich das gesamte Trainings Center erschließen lässt. Optimale Orientierung, hohe Funktionalität der Räume sowie Transparenz sind wesentliche architektonische Merkmale. Der Schulungsbetrieb und der Bürobetrieb des Training Centers sind räumlich voneinander getrennt.
Das Siemens Med-Training Center wird jährlich von über 5.000 Teilnehmern – bis zu 180 Teilnehmer pro Tag – besucht. Entsprechend hohe Anforderungen werden an die Materialien gestellt, die die Transparenz und Verbindung zwischen den Räumen und Funktionsflächen ermöglichen: Fenster und Türen mit Griffen von FSB, die bei diesem Besucheraufkommen einer besonderen Beanspruchung ausgesetzt sind und dieser auch gewachsen sein müssen. Bei den Türdrückern fiel die Wahl auf FSB 1076 aus Edelstahl in AGL-Ausführung, einem Material, das den hohen Anforderungen in besonderer Weise gewachsen ist. Die AGL-Technik garantiert eine unschlagbare Solidität, da die Zieh- und Druckkräfte nicht mehr durch reine Metall-Lagerungen aufgenommen, sondern durch Gummi-Metall-Verbindungen abgefedert werden.
Bei den Fenstergriffen entschied man sich für FSB 3476 in AluGrau®, einer Materialinnovation von FSB, die sich farblich stimmig in die Fassaden- und Fenstergestaltung einfügt. Die hierfür ausgewählten Graufarbtöne RAL 9007 und RAL 7043 unterstreichen die schlichte Eleganz des Gebäudes. Neben den materialbezogenen Qualitäten sprachen für Beschläge von FSB nach Aussage Wolfgang Loebermanns vor allem das funktional wie auch formal durchdachte Design, das alle Produkte von FSB auszeichnet und das sich dem jeweiligen architektonischen Konzept unaufdringlich unterordnet, zugleich aber den Benutzer mit seinen haptischen Merkmalen überzeugt.
Siemens positioniert sich mit der Zusammenlegung der Fertigung von medizinischen Großgeräten und dem Schulungszentrum, das eine intensive Ausbildung an diesen Geräten ermöglicht, optimal in dem schnell wachsenden Wirtschaftszweig Gesundheitswirtschaft. Produkte von FSB garantieren dabei eine optimale funktionale und optische Unterstützung des architektonischen Konzepts.
Fotos: Roland Halbe, Stuttgart