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Zwei amerikanische Wohnhäuser 

Rodenbach 

Wer kennt sie nicht, US-Fernsehserien wie „Unsere kleine Farm“ oder „Die Waltons“? Nette Menschen, heile Welt und traditionell US-amerikanisches Wohnen. Doch was hat das mit den zwei Einfamilienhäusern in der westpfälzischen Kleinstadt Rodenbach zu tun, um die es hier gehen soll? Der Zusammenhang ist schnell hergestellt: Rodenbach liegt rund fünf Kilometer von der US-Air-Base Ramstein entfernt. Ein Bauherr tritt an die Architekten Dirk Bayer und Andrea Uhrig heran, da er Wohnungen für die dort stationierten Soldaten bauen möchte. Bayer und Uhrig werden mit der Konzeption zweier Prototypen beauftragt. Und hier kommen die US-Serien in Spiel. Die Architekten suchten nach Inspirationen für typisch US-amerikanisches Wohnen und fanden sie in eben diesen „Serienhäusern“.

Neben Budget und Bebauungsplan gab es wenige bauliche Vorgaben vom Auftraggeber, so dass Bayer und Uhrig ihren Ideen recht freien Lauf lassen konnten. Das Architektenteam rückte die Frage nach der Art und Weise von amerikanischem Wohnen in den Mittelpunkt ihrer konzeptionellen Überlebungen. Den zukünftigen Bewohnern sollte ein kleines Stück Heimat geboten werden. Daher sammelten sie Ideen, die sich an den baulichen Merkmalen der „Serienhäuser“ orientierten. Entstanden ist eine Mischform aus traditionell amerikanischem und modernem Wohnen. Die obligatorische Veranda, wenn auch zum Teil in der Ausführung eines großzügig dimensionierten Balkons, Schlafräume in den Gauben unter dem Dach, eine breite Auffahrt mit großer Doppelgarage; dies sind die auffälligsten amerikanischen Merkmale.

Im Gegensatz zu diesen eher strukturellen Elementen, wurde allerdings auf schmückendes Beiwerk wie Erker, Gauben und Balustraden verzichtet. Stattdessen lehnten sich Bayer und Uhrig an ihr 2003 entworfenes „Haus Göppner“ an. Die Besonderheit dieses Hauses liegt in seiner verschlossen monolithischen Struktur. In einer typischen Neubausiedlung erbaut, sticht es durch seine eigene formale Sprache der Reduktion hervor. Diese Merkmale, monolithische Struktur und reduzierte Form, blitzen in Rodenbach erneut auf und begründen die Sonderstellung der Prototypenhäuser in einer Neubausiedlung mit vermeintlich individualisierten Familienheimen.


Es entstanden zwei nahezu identische Domizile für Angehörige der US-Streitkräfte, die unter dem Gesichtpunkt der Funktionalität sich relativ problemlos in jeweils zwei weitere Appartements unterteilen lassen – dazu ist es lediglich nötig, im Erdgeschoss eine weitere Tür einzusetzen. Durch die Baugleichheit der Häuser entsteht eine Art „Rahmung“. Über die zwei dazwischen liegenden Grundstücke hinweg wird diese Verbindung sichtbar, die sich in der formalen Standardisierung und dem Verzicht auf fast alle ausschmückenden Elemente verdeutlicht. Es klingt fast paradox: Standardisierung und Verzicht werden zu unverwechselbaren Individualisierungsmerkmalen, die den Detailreichtum der anderen Häuser ad Absurdum führen.

Betongrau beherrscht die Szenerie. Die Pflastersteine der Garagenauffahrt, die Betonteile der Grundstücksbegrenzung, der helle Grauton des Putzes; all das klingt nach Einheitlichkeit, ja fast nach Langeweile. Bayer und Uhrig ist es allerdings mit einfachen Mitteln gelungen, wirkungsvolle Akzente zu setzten, die der Gesamtkomposition ein stimmiges und zeitgemäßes Äußeres verleihen. Schlichte Eleganz steht im Vordergrund. Die dunklen Farbtöne von Dach, Terrassenbrüstung, Fenstern und Garagentor setzen sich von der ansonsten einheitlich hellen Fassade ab. Diese kontrapunktierenden Elemente sorgen für Abwechslung und Spannung. Eine das komplette Erdgeschoss umlaufende Veranda, die auf der Garagenseite durch die Hanglage des Grundstücks zu einer Terrasse wird, setzt einen weiteren spannungsreichen Akzent.

Das Erdgeschoss zieht sich gegenüber dem Obergeschoss leicht zurück, womit das Gebäude eine ganz besondere Ästhetik entwickelt. Wieder einmal ist es eine eher schlichte Idee, die eine außerordentliche Wirkung erzeugt. Die besondere Ästhetik findet ihre Fortsetzung in der außergewöhnlichen Dachform. Ein eigentlich simples Satteldach wirkt durch unterschiedlich lange Giebelseiten, angelehnt an die Form eines Kragdaches, neu und außergewöhnlich. Eine weitere Besonderheit der Außenfassade ist die komplett mit Markisen bestückte Terrasse. Dadurch lässt sich leicht ein sichtgeschützter Außenwohnraum schaffen. Die sonnenschutzverglasten großen Fenster leuchten in einem grün-bläulichen Farbton und verleihen den Häusern vor allem bei blauem Himmel einen außergewöhnlichen Effekt.


Die zahlreichen Fenster gestatten ein lichtdurchflutetes Inneres, die hereinströmende Helligkeit verteilt sich dank der Oberlichter über den Türen ungehindert in allen Winkeln des Hauses. Zur Strasse hin sorgt eine Front mit je drei dreigliedrigen Fenstern im Ober- und Balkontüren im Erdgeschoss für maximale Lichtverhältnisse. Die geometrisch klare Formensprache mit vereinzelten wirkungsvollen Effekten findet auch bei den Innenräumen ihre konsequente Fortsetzung. Weiß ist die dominierende Farbe. Wände und Decken erstrahlen einheitlich in dieser Kolorierung. Die großen Bodenplatten in Anthrazit und die dunkelbraunen Holzaufsätze auf den Stufen und Seiten der Treppe fügen sich in die klaren Strukturen der Innenraumgestaltung ein und erzeugen als dunkle Akzente den Spannungsbogen. Das Innere der Gebäude ist durch großzügige, nutzungsneutrale Räume geprägt, wodurch einem viel Spielraum bei der wohnlichen Ausschmückung der Zimmer bleibt.

Auch FSB passt sich gekonnt in Eleganz und Besonderheit des reduzierten Designs ein. Mit dem Fenstergriff 3425, der Wechselgarnitur 1005/2329 06 mit den Rosetten 1731 und 1735 und der Türdrückergarnitur ebenfalls in der Ausführung 1005/1731/1735 fiel die Wahl auf Produkte, die durch schlichte und schlanke Proportionen bestechen. Der keilförmige Griff des Türdrückers 1005 und seine Entsprechung als Fenstergriff 3425 wirkt dezent und bietet eine gute Handhabung. Bayer und Uhrig wählten als Material Aluminium, da dieses farblich am gelungensten mit dem Gesamtkonzept der Häuser korrespondiert. Zudem erfüllt es die bei Mietobjekten gefragten Eigenschaften Widerstandsfähigkeit und lange Lebensdauer. Ohne aufdringlich zu sein, fügen sich die Drücker von FSB in den Gesamtkontext der Wohnhäuser ein. Die ansprechende Optik der FSB-Produkte hat den Test „interkulturellen Wohnens“ bestanden und überzeugt auch in der Kombination mit amerikanischen „Hausbauideen“.



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