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Lanserhof

Tirol

Inmitten der beliebten Tiroler Berglandschaft und doch nur zehn Minuten vom Innsbrucker Stadtleben entfernt, liegt der Lanserhof – ein „Ort der Sinne und der Ruhe“. Gerne wird das luxuriöse Gesundheitszentrum auch als eine Symbiose aus Natur und Architektur bezeichnet, die bis ins kleinste Detail auf hohem Niveau gestaltet ist. Hier reichen sich modernes und traditionelles Design, hochwertige Materialien und Kunst des 20. Jahrhunderts die Hände. Der Lanserhof ist ein Zentrum, in dem gestresste Menschen Entspannung finden und Energie tanken können.

Die Architektin Dr. Regina Dahmen-Ingenhoven vom Designstudio Regina Dahmen-Ingenhoven aus Düsseldorf hat auf 1.500 Quadratmetern ein futuristisch anmutendes Medizin-, Therapie- und Beautyzentrum geschaffen und dabei Natur und Hightech, Heilkunde und Schulmedizin sowie Innovation und Tradition in einem anspruchsvollen Raumkonzept miteinander verbunden. „Das hypermoderne Haus vereint scheinbare Kontraste zu einem in Europa herausragenden Gesundheitskonzept“ beschreibt das Magazin Vogue den Lanserhof. Lanserhof-Geschäftsführer Andreas Wieser, der zugleich Entwickler und Visionär des Gesundheitshotels ist, hat bereits in den vergangenen Jahren durch verschiedene Umbaumaßnahmen das ehemalige Ferienhotel sensibel vom Alpenkitsch entschlackt. Lobby, Speiseraum, Hallenbad, Sauna und die neuen großzügigen Zimmer zeigen sich in nahezu klösterlich reduziertem Design. „Die Lanserhof-Architektur spricht den ‚ganzen Menschen‘ zukunftsorientiert an und schafft Raum für Weiterentwicklung und Veränderung seiner Persönlichkeit“, erläutert Wieser die Philosophie des Konzepts.

Für Dahmen-Ingenhoven bestand der Anspruch des Projekts darin, eine Architektur zu schaffen, die „den Menschen mit offenen Armen empfängt“ und darüber hinaus bereits eine heilende Wirkung ausstrahlt. Fließende Formen, fugenlose Böden, abgerundete Ecken, weiche Farben und Materialien bestimmen daher das „sanfte“ Design.


„Die klischeefreie Architektur und das neue Design ergeben ein neues Lebensgefühl und schenken positive Energie“, formuliert die Architektin den Leitgedanken ihres Entwurfs. Eine besondere Bedeutung gewinnt das Licht in dieser Welt des Wohlbefindens und der Ruhe. Nie fließt es direkt, nie grell oder erschreckend. „Healing Light“ bezeichnet Dahmen-Ingenhoven dieses ausgeklügelte Konzept der indirekten Beleuchtung, die unterschiedliche, teilweise sakral anmutende, Stimmungen erzeugt.

Das offene Raumkonzept schafft drei Lichtachsen, die natürliches Licht bis in die inneren Räume der Therapieabteilung strömen lassen. Die verschiedenen Bereiche fließen grenzenlos ineinander und schaffen ein offenes, freies Raumgefühl. Eine transluzente Wand, auf der die wunderschöne Landschaft der Nordkette abgebildet ist, trennt die Massage- und Arzträume vom Empfangsbereich, ohne dabei den Energiefluss zu behindern. So wurde ein Teil der Natur in den Raum integriert, die in der Umgebung des Lanserhofs tatsächlich erlebbar ist. Kubische Einbauten und Objekte ergänzen die Räume. Die Möbel wurden zum großen Teil in die Wandflächen integriert und extra für das Gesundheitszentrum entworfen. Durch den gezielten Einsatz von farblichen und lichttechnischen Elementen sowie die Verdichtung atmosphärischer Details, soll der Geist angeregt werden. Das warme Gelb symbolisiert die Sonne, die Urkraft der Energie – es soll die Gäste stimulieren und positiv beeinflussen. Die Wandgestaltung erinnert an aufsteigende Sauerstoffblasen und an das Element Wasser. „Das hat eine beruhigende und tiefenentspannende Wirkung“, so Dahmen-Ingenhoven. Der mit Filz ausgekleidete Softraum wirkt höhlenartig und bietet eine behagliche Ruhezone, in der die Emotionen sanft angeregt werden.

Der Nassbereich, der mit unterschiedlich blau eingefärbten Bisazza Mosaiksteinen ausgestattet wurde, besteht aus einer Kneipplandschaft, die sich um das Kneippbecken schmiegt. In jedem Poolraum sorgen andere Mosaikvariationen für eine angenehme Atmosphäre.


Die beiden Shiatsuräume wurden mit einem Fußboden aus Nussholz versehen, der die erdhafte Verbundenheit symbolisiert – dadurch entstehen Ritualräume mit nahezu mystischer Atmosphäre. In den anderen Bereichen wurde ein fugenloser Epoxibelag gewählt, der mit Ausnahme des Kneippbereichs, alle Räume miteinander verbindet und eine Auflösung der statischen Bodenhaftung schafft. Wand, Boden und Decke bilden ein fließendes Kontinuum. Die pure, minimalistische Formensprache des Designs ist bewusst gewählt und schafft Ruhe und Ordnung in einer reizüberfluteten Welt.

Das Design der ausgewählten Tür- und Fensterbeschläge fügt sich nahtlos ein. Die Architektin entschied sich für das – in Zusammenarbeit mit dem Büro Ingenhoven entstandene – FSB-Türdrücker-Programm 1063 in Aluminium mit weißer Corian-Handhabe sowie die Fenstergriffe 3778, den Türpuffer 3878 und den FSB-Glastürbeschlag 4223, jeweils in der Materialausführung AluGrau®. Wesentliches Gestaltungsmerkmal bei FSB 1063 ist die umlaufende Nut, die den „handhabbaren“ Teil des Türdrückers vom technisch-funktionalen Teil – dem Drückerhals – trennt. Besondere Eigenschaften der Corian-Handhabe sind die angenehme Haptik sowie die hohe Wertigkeit und Langlebigkeit des Materials. Die Tür- und Fensterbeschläge ordnen sich zurückhaltend dem Gesamtgestaltungskonzept unter und stehen dabei in einem direkten Bezug zu diversen Ausstattungsprodukten in Corian im Umfeld der Türdrücker und Fenstergriffe. So entstand eine formale Analogie von Baudetails und Griffgestaltung. Regina Dahmen-Ingenhoven beschreibt die verbauten FSB-Produkte mit weißer Corian-Handhabe mit den Adjektiven „immateriell, unwirklich, traumhaft“.

Fotos: Holger Knauf, Düsseldorf



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