

Weithin sichtbar zwischen Hafenbecken und Hamburger Innenstadt
Der Neubau des Kühne + Nagel Centers wurde von dem Architekturbüro Jan Störmer Partner GbR am repräsentativen Standort Grasbrookhafen in der HafenCity Hamburg auf der Basis eines im Jahre 2004 gewonnenen Wettbewerbes umgesetzt. Die Deutschlandzentrale des international tätigen Logistikdienstleisters setzt sich aus drei Gebäudeteilen zusammen, einem zwölfgeschossigen Turm und zwei dreigeschossigen Winkeln, die einen Hof umschließen und einen großzügigen Blick auf das Hafenbecken freigeben.
Die Ausbildung der Baukörper schafft einen Dialog der Gegensätze mit einer äußeren, in Naturstein und Glas ausgeführten, streng vertikal gegliederten Fassade, die sich als harte Schale selbstbewusst der Speicherstadt zuwendet. Die innere Hoffassade dagegen präsentiert sich als weiche Haut. Diese Glaswand ist durch ihre auskragenden Deckenplatten in der Horizontalen betont, die durch abgerundete Ecken das Rechteck des Innenhofes aufheben. Der dreigeschossige, gläserne Eingangsbereich setzt mit seiner Leichtigkeit und Transparenz einen reizvollen Kontrast zur strengen Steinfront der Nordfassade.
Im Innenbereich des Gebäudes fand die von Jasper Morrison entworfene FSB-Produktfamilie 1144 in AluGrau® Verwendung. Das Design des FSB-Türdrückers 1144 ist durch eine gewisse „organisch-bauchige“, gerundete Form geprägt, wodurch ein interessanter Kontrast zu den schlichten Fassaden und Türanlagen gesetzt wird. Zudem passt das AluGrau® farblich sehr gut zu dem Glimmerlack DB 703, der für alle Rahmentüren und Fensterflügel verwendet wurde.
Wenn die Mitarbeiter von Kühne + Nagel im täglichen Umgang mit dem FSB-Türdrückermodell 1144 das Gefühl haben, er reiche ihnen die Hand, dann liegt dies wohl daran, dass das Modell 1144 die von Otl Aicher für FSB formulierten „Vier Gebote des Greifens“ in besonders gelungener Form in sich vereint: Die Klinke lädt zum Zugreifen ein – dabei findet der Daumen seinen Platz, der Zeigefinger seine Kuhle, der Ballen wird gestützt und der Hand wird ausreichendes Greifvolumen geboten. Die Türklinke 1144 erweist sich für die Architekten von Jan Störmer durch ihre ausgewogene, weich gestaltete Form als ideales Hand-Werk-Zeug zum Öffnen einer Tür – und als ideale Wahl für das neuen Logistikzentrum von Kühne + Nagel.
Fotos: Bernadette Grimmenstein, Christof Gebler