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Galeriehaus 

Berlin

In Berlin-Mitte „Am Kupfergraben 10“, angrenzend an erhaltene Altbauten und unmittelbar gegenüber der Museumsinsel gelegen, befindet sich das im Dezember 2007 eröffnete Galeriehaus der Kunstsammler Céline und Heiner Bastian. Das neue Eckgebäude wurde von dem englischen Architekten David Chipperfield entworfen, der sich 2003 mit seinem Konzept erfolgreich im Wettbewerb durchsetzte.

Die Galerie präsentiert sich in einem zeitlosen Bau, der sich unaufdringlich aber doch ehrwürdig in das Ensemble der Museumsinsel einfügt und ein gelungenes Beispiel für einen Alt-Neu-Bezug darstellt. Die Architekten sehen das Gebäude selbst als „Teil der Stadtfront“, das sich bewusst von der Architektur der Museumsinsel abgrenzen soll. „Unser Entwurf sucht diese besondere Normalität des Grenzgängers und findet so eine Volumenkomposition, sein Verhältnis von Wand und Öffnung und seine Materialität“ erklärt ein projektleitender Architekt David Chipperfield Architects.

Die Galerie Contemporary Fine Arts sitzt im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss. Darüber hinaus stellt auch das Ehepaar Bastian selbst aus. Unter dem Dach hat die ehemalige „9Live“-Chefin Christiane zu Salm ihre Sammlung zeitgenössischer Kunst untergebracht.

Die ungewöhnliche Ziegelhautfassade besteht aus Betonwerksteinkonsolen und Abbruchziegeln, die von abgerissenen Brandenburger Altbauten stammen. Die Ziegel wurden ohne sichtbare Dehnungsfugen vermauert und schlämmverfugt. Bei dieser besonderen Technik wird zunächst Mörtel über die Fugen gestrichen und später mit unregelmäßigen Bewegungen wieder abgetragen. Das Ergebnis des Zusammenspiels dieser Praktik mit den unterschiedlich geformten Ziegeln ist eine lebendige Fläche, die homogener wirkt als eine herkömmliche Ziegelwand.


Die großen Fensteröffnungen verteilen sich kompositorisch über die Fassade und stoßen ohne Übergang ins Mauerwerk. Die Glasflächen werden durch Paneele aus Ipé-Holz gegliedert, in denen die Lüftung und die Türen eingebracht sind.

Das äußere Erscheinungsbild des Galeriegebäudes ist geprägt durch seine massiven und alterungsfähigen Materialien und steht damit in einem starken Kontrast zu der Architektur der Innenräume. Die monumentalen 5,50 Meter hohen und weiß getünchten Galerieräume erinnern an umfunktionierte alte Fabrikhallen, die von Lichteinfall und Proportion bestimmt sind. Sie garantieren eine angemessene Präsentation selbst von größeren Arbeiten. Der Betonstrich ist leicht angeraut und durch eine präzise Schattenfuge von den Vorsatzschalen der Wand getrennt. An den Decken sind grelle, nackte Neonröhren montiert; aus unterschiedlichen Richtungen fällt Seitenlicht in die Räume und die weiten Fenster gewähren wunderbare Ausblicke auf Berlin-Mitte.

Das architektonische Konzept, das einen Spannungsbogen zwischen Alt und Neu und damit einen Dialog zwischen Historie und klassischer Moderne schafft, bietet ideale Voraussetzungen für den Einsatz des FSB-Türdrückers der Produktfamilie 1076 in der Materialausführung Edelstahl. Das zeitlose Design des heute als „Frankfurter Modell“ bekannten FSB-Modells 1076 fügt sich dezent in den modernen und reduzierten Stil des Architekturkonzepts ein. Darüberhinaus ergänzt die glatte Edelstahloberfläche des Drückers das Gesamtbild des eleganten Minimalismus der Galerieräume auf harmonische Weise.

Fotos: Christian Richters, Jörg von Bruchhausen



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